„Veränderung gestalten“: Führungskräfte im Pflegedienst der LWL-Kliniken bereiten sich auf Herausforderungen der Zukunft vor

161024klausur-lp 161025klausur_waAuf die Herausforderungen der Zukunft haben sich führende Pflegekräfte der LWL-Kliniken Lippstadt und Warstein vorbereitet. Die Pflegedirektion der beiden psychiatrischen Fachkliniken im Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hatte zu einer Klausurtagung eingeladen, bei der die Themen Demografie, Bildung, Ressourcen und Attraktivität als Arbeitgeber im Fokus standen. Die Veranstaltung war Auftakt einer geplanten Reihe von Tagungen, die unter dem Titel „Die Veränderung gestalten…“ stehen.

„Die Bevölkerung im Erwerbsalter wird infolge des demografischen Wandels nach Schätzungen bis zum Jahr 2030 um gut sechs Millionen sinken“, verdeutlichte Pflegedirektor Magnus Eggers den drohenden Notstand anhand konkreter Zahlen. Er hieß die Führungskräfte des Pflegedienstes aller Abteilungen willkommen und wies in einem Referat auf die Notwendigkeit von Veränderungen hin. Denn nur durch Innovationen und den Mut, sich neuen Herausforderungen zu stellen, könne der Wandel in der Arbeitswelt konstruktiv gestaltet werden, so Eggers.

Impulse durch Pflegedienstleitungen

Mögliche Ansatzpunkte wurden anschließend in Impulsreferaten aufgezeigt, die sich mit den vier Kernthemen beschäftigten. So stellte Hubert Lücke, Leiter des Pflegedienstes der Abteilungen Allgemeine Psychiatrie und Depressionsbehandlung, Wege vor, wie den steigenden Pflegebedarfen trotz fehlender Fachkräfte begegnet werden könne. Der geplanten Novellierung in der Pflegeausbildung sowie neuen, durch die zunehmende Akademisierung in der Pflege entstehenden, patientennahen Handlungsfeldern widmete sich Arndt Schlubach, im Bereich der Pflegedirektion zuständig für Projektmanagement und Versorgungsforschung. Um die sinnvolle Verteilung von Ressourcen, um ein gesundes Gleichgewicht zwischen drohenden Engpässen und qualitativ hochwertiger Patientenversorgung herzustellen, ging es im Referat von Guido Langeneke, stellvertretender Pflegedirektor sowie Leiter des Pflegedienstes der Abteilungen Gerontopsychiatrie und Suchtmedizin. Zum vierten Fokusthema warf Petra Spiekermann, Leiterin des Pflegedienstes der Abteilung IPP (Integrative Psychiatrie und Psychotherapie), die Frage auf, welche Faktoren die Attraktivität der LWL-Kliniken als Abreitgeber bedingen und wie so genannte Magnetkräfte zur Gewinnung qualifizierter Mitarbeiter erweitert und gezielt eingesetzt werden können.

In Workshops kreative Lösungen gefunden

Der Nachmittag war geprägt durch intensive Workshops, in denen umfangreiche und kreative Lösungsansätze zu den einzelnen Themenbereichen erarbeitet wurden. Die Ergebnisse werden in der kommenden Klausurtagung am 12. Dezember konsentiert und in konkrete Projektaufträge formuliert. Pflegedirektor Eggers wertete die Veranstaltung als „großen Erfolg“ und kündigte an, dass die Resultate „nun mit Nachdruck weiter verfolgt“ würden. Weitere Klausurtagungen seien für die kommenden Jahre bereits geplant.