Fachausschuss gibt grünes Licht für Umbau des Hauses W07 des LWL-Wohnverbundes Warstein

Umbau LWL-Wohnverbund WarsteinDie letzte große Hürde auf dem Weg in eine gesicherte Zukunft des LWL-Wohnverbunds Warstein ist genommen. Der Gesundheits- und Krankenhausausschuss des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) hat jetzt in Münster einstimmig den Grundsatzbeschluss zum Umbau des denkmalgeschützten Hauses W07 gefasst. Damit hat das Gremium grünes Licht gegeben für einen weiteren entscheidenden Schritt zur Umsetzung des mehrstufigen Gebäudenutzungskonzepts. Die endgültige Grundsatzentscheidung wird in Kürze im Finanz- und Wirtschaftsausschuss getroffen.

Das Konzept sieht vor, drei denkmalgeschützte Häuser auf dem Warsteiner LWL-Gelände mit jeweils 24 Plätzen dauerhaft für stationäre Wohnangebote herzurichten. Durch umfangreiche Umbau- und Sanierungsmaßnahmen sollen zukünftig nicht nur die Anforderungen an die Wohnqualität entsprechend dem Wohn- und Teilhabegesetz (WTG) erfüllt werden. Auch den fachlichen, wirtschaftlichen und den Denkmalschutz betreffenden Vorgaben wird Rechung getragen. Bereits 2010 konnten die Bewohnerinnen und Bewohner in das entsprechend neu gestaltete Haus W03 einziehen. Im vergangenen Jahr begannen die Umbauarbeiten am Haus W04, das voraussichtlich im Frühjahr 2014 eröffnet wird. Mit dem Haus W07 folgt nun das dritte und letzte Gebäude, das zukünftig als eigenständige, in sich abgeschlossene Wohneinheit auf dem Kerngelände genutzt werden soll. Ein dezentrales Wohnangebot des LWL-Wohnverbunds Warstein mit 24 Plätzen ist darüber hinaus in der Stadt Werl vorgesehen.

2013-12-16_W07_slider_1„Mit dieser abschließenden Maßnahme wird es uns gelingen, den LWL-Wohnverbund konzeptuell und gebäudestrukturell langfristig auf sichere Füße zu stellen“, sagte der Kaufmännische Direktor der LWL-Einrichtungen im Kreis Soest, Helmut S. Ullrich. „Wir sind damit unserem Ziel, die stationäre Eingliederungshilfe am Standort Warstein bedarfsgerecht und zukunftsorientiert weiter zu entwickeln, einen gewaltigen Schritt näher gekommen.“

Für den Umbau des Hauses W07 ist ein Kostenrahmen von voraussichtlich 2,6 Millionen Euro vorgesehen. Ermöglicht wird die Finanzierung durch vorausschauend gebildete Rücklagen des LWL-Wohnverbunds Warstein, ein Förderdarlehen des Landes NRW sowie Investitionszuschüsse des Trägers. Der Baubeschluss wird voraussichtlich im Frühjahr 2014 fallen. Im Anschluss kann dann mit der Baumaßnahme begonnen werden.

Wie auch in den Häusern W03 und W04 sind in W07 vier Wohngruppen mit jeweils sechs Plätzen geplant. Das Wohnkonzept ist speziell auf die Bedürfnisse abhängigkeitskranker Menschen ausgerichtet: Bereits bestehende soziotherapeutische Konzepte für diesen Personenkreis sollen in das Konzept einfließen und um spezifische Angebote, zum Beispiel für Frauen oder jüngere Abhängigkeitserkrankte, erweitert werden. Dazu zählt auch eine abgestufte Ausgangsregelung, um den Bewohnerinnen und Bewohnern ein suchtmittelfreies Wohnumfeld zu sichern.

Gemäß den WTG-Vorgaben verfügt künftig jede Bewohnerin und jeder Bewohner über ein eigenes barrierefreies Zimmer mit angrenzendem Duschbad. Zwei dieser Zimmer sind speziell zur Nutzung durch Rollstuhlfahrer geeignet. Jede Wohngruppe erhält einen offenen Wohn- und Aufenthaltsbereich und eine separate Küche. Zum Haus gehören werden außerdem ein Hobby-

und Mehrzweckraum mit einer kleinen Werkstatt und Lagerräumen sowie ein gemeinschaftlich genutzter Garten. Vorgesehen sind außerdem ein neu gestalteter Eingangsbereich und ein verglaster Treppenhausanbau mit barrierefreiem Aufzug. Alle Maßnahmen werden gemäß der Bestimmungen des Denkmalschutzes unter Federführung der Abteilung Bau und Technik der LWL-Einrichtungen im Kreis Soest in Zusammenarbeit mit dem LWL-Bau- und Liegenschaftsbetrieb geplant und umgesetzt.