Trainer Helmut Woitkowski macht im Projekt „Verrückt? Na und!“ Schülerinnen und Schüler seelisch fit für Schule und Ausbildung

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Das Präventionskonzept „Verrückt? Na und! Seelisch fit in Schule und Ausbildung“, das jetzt Halt an der Hannah-Arendt Gesamtschule in Soest machte, sensibilisiert individuell und spielerisch für das Thema seelische Gesundheit. Foto: Carsten Hüermann

Das Präventionskonzept „Verrückt? Na und! Seelisch fit in Schule und Ausbildung“, mit dem junge Menschen in diesen Lebensabschnitten für seelische Gesundheit sensibilisiert werden sollen, machte jetzt Halt an der Hannah-Arendt Gesamtschule in Soest. Mitarbeiter der LWL-Klinik Lippstadt, des Gesundheitsamtes der Kreisverwaltung Soest sowie Vertreter des Phönix e. V. und der Selbsthilfe gestalteten gemeinsam vier Schultage.

Trainer Helmut Woitkowski von der LWL-Klinik Lippstadt erläutert die Bedeutung des Projektes: „Seelische Gesundheit ist ein wichtiges Thema. Immer mehr Menschen werden aufgrund psychischer Probleme behandelt. Diese Erkrankungen beginnen immer früher.“ Daher sei es wichtig, junge Menschen bereits früh zu informieren und Hilfemöglichkeiten aufzuzeigen. „Verrückt? Na und!“ tue dies sehr individuell und spielerisch. Beratungslehrerin Doris Kuhnke-Peters und Teamsprecherin Christine Bracke von der Hannah-Arendt Gesamtschule sind mit den von der Regionalgruppe im gesamten Jahrgang 8 gestalteten Projekttagen zufrieden: „Das Konzept sensibilisiert sehr verständlich für das Thema seelische Gesundheit. Das ist wichtig, da sich das seelische Wohlbefinden nicht nur positiv auf die schulischen Leistungen unserer Schüler auswirkt, sondern Einfluss auf das ganze Leben hat.“

„Verrückt? Na und!“ richtet sich an Schülerinnen und Schüler im Alter von 14 bis 25 Jahren, ihre Lehrkräfte und die Schulsozialarbeit. Erklärtes Ziel ist es, Bewusstsein für eine frühzeitige Auseinandersetzung mit seelischer Gesundheit zu schaffen. Es gilt, Ängste und Vorurteile abzubauen, Zuversicht und Lösungswege in Krisen zu vermitteln und Wohlbefinden zu fördern.

Regionale Gruppe des Projektes

Die Regionalgruppe im Kreis Soest hat bereits mehrere Schultage durchgeführt. Mit im Boot dieses Zusammenschlusses sind das Gesundheitsamt des Kreises Soest, die LWL-Klinik Lippstadt, der Sozialdienst Katholischer Männer (SKM) Lippstadt, der IBAHS e. V. (Integration durch Beschäftigung, Arbeit und Hilfe zur Selbsthilfe) Warstein, das ESTA-Bildungswerk, Phönix Soest (Kontakt- und Beratungsstelle für psychisch kranke Menschen), die Behinderten-Arbeitsgemeinschaft Kreis Soest (BAKS) sowie Vertreter der Selbsthilfegruppen im Kreis Soest. Projektkoordinator ist der Psychiatriekoordinator des Kreises Soest, Jan Oliver Wienhues. Interessierte Schulen können sich unter der E-Mail-Adresse janoliver.wienhues@kreis-soest.de an ihn wenden. Das Konzept „Verrückt? Na und!“ wurde vom „Irrsinnig Menschlich e. V.“ aus Leipzig entwickelt. Es ist Modellprojekt für die Umsetzung der nationalen Gesundheitsziele „Gesund aufwachsen“ und „Depressive Erkrankungen verhindern“. Es wird an über 60 Standorten in zwölf Bundesländern angeboten, darüber hinaus in Österreich, Tschechien und der Slowakei. Schirmherr für die bundesweite Verbreitung ist Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe. Überregionale Kooperationspartner sind die Barmer GEK, die Unfallkasse NRW und die Deutsche Rentenversicherung Westfalen.