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„Attraktiver und erlebnisreicher gestalten“: LWL-Kulturdezernentin sagt Warsteiner Psychiatriemuseum Unterstützung zu

Diskutierten Möglichkeiten der Weiterentwicklung des Warsteiner Psychiatriemuseums (von links): Helmut Monzlinger (Leiter des Dokumentationszentrums Regionale Psychiatriegeschichte), Dr. Ewald Rahn (Ärztlicher Direktor), Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger (LWL-Kulturdezernentin), Magnus Eggers (Pflegedirektor), Ottmar Köck (Kaufmännischer Direktor) und Dr. Ulrike Gilhaus (Leiterin des LWL-Museumsamtes). Foto: LWL/Sandra Grafen

Die Zukunft des Warsteiner Psychiatriemuseums stand jetzt auf der Agenda eines Besuches der LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger und der Leiterin des LWL-Museumsamtes, Dr. Ulrike Gilhaus, in Warstein. Auf Einladung des Kaufmännischen Direktors Ottmar Köck sprachen die beiden Expertinnen des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) mit der Klinik-Betriebsleitung und Helmut Monzlinger, Leiter des Dokumentationszentrums Regionale Psychiatriegeschichte, über die aktuelle Situation und Möglichkeiten der Weiterentwicklung des Museumsstandortes auf dem LWL-Gelände.

Wunsch der Klinikleitung ist es, das Museum für die Zukunft attraktiver und erlebnisreicher für die interessierte Bevölkerung, aber auch für Fachpublikum zu gestalten. Mit den Gästen aus Münster wurden verschiedene Szenarien diskutiert. Dr. Rüschoff-Parzinger sagte der Klinikleitung zu, das Projekt inhaltlich zu unterstützen, zumal es bisher die einzige Einrichtung dieser Art in Westfalen sei. Auch bundesweit seien Museen, die sich mit der Psychiatrie befassen, kaum vorhanden. Bei einem Rundgang durch das Museum dankte sie Monzlinger für seine Arbeit, vor allem auch in Bezug auf die Aufarbeitung der Geschichte der Euthanasie während der NS-Zeit.

„Dichtes Netz an Informationen geknüpft“: Verbessertes Dokumentationssystem an LWL-Kliniken sorgt für mehr Transparenz und Effizienz in der Patientenversorgung

Haben in einer Kerngruppe das Projekt entwickelt und durchgeführt (von links): Trainee Jennifer Mose, die Projekt-Auftraggeber Guido Langeneke (Pflegedienstleitung) und Helene Unterfenger (Chefärztin), Projektleiter Arndt Schlubach und die Leitungen der gerontopsychiatrischen Stationen, Margret Gumbinger, Alfons Roderfeld und Caroline Gottlob. Foto: LWL/Eva Brinkmann

Viele Patienten in Krankenhäusern kennen das: Sei es bei der Aufnahme, beim Erstkontakt mit Ärzten und Pflegekräften oder beim Gespräch mit dem Sozialdienst – immer wieder sind Angaben zur eigenen Person und dem Grund, warum man sich in Behandlung befindet, erforderlich. Mit einem verbesserten Dokumentationssystem möchten die Kliniken des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) in Lippstadt und Warstein dem zukünftig entgegenwirken. Darüber hinaus sollen die Entwicklung der Patienten sowie auch bestimmte Risiken, etwa Dekubitus- oder Sturzgefahr, für alle am Behandlungsprozess Beteiligten verständlich und systematisch erfasst werden. Die Ergebnisse eines hierzu in der Abteilung Gerontopsychiatrie gestarteten Pilotprojekts wurden jetzt vorgestellt.

„Bislang hatte jede Berufsgruppe einen eigenen Dokumentationsbereich. Indem wir für die Gerontopsychiatrie berufsgruppenübergreifend die Systematik weiterentwickelt haben, kann nun jeder mit den Angaben seiner Kolleginnen und Kollegen mehr anfangen“, berichtet Guido Langeneke, Leiter des Pflegedienstes der gerontopsychiatrischen Abteilung und stellvertretender Pflegedirektor. „Dabei war uns wichtig, dass der Dokumentationsaufwand keinesfalls erhöht, sondern nur anders wird.“

„Wir haben ein dichtes Netz an Informationen geknüpft“, sagt Helene Unterfenger, Chefärztin der Gerontopsychiatrie. „Wir müssen bestimmte Kriterien belegen, nach denen sich die Verweildauer der Patienten richtet, und an beiden Standorten stehen wir jetzt gut da. Die Qualität unserer Dokumentation und die Kommunikation unter den verschiedenen Berufsgruppen haben sich verbessert. Der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK), die Ärztekammer, aber auch Angehörige wissen eine suffiziente Dokumentation zu schätzen.“

 „Wir als Kliniken überprüfen unsere eigenen Arbeitsprozesse, schaffen mehr Transparenz und erhöhen somit letztlich die Qualität und Effizienz der Behandlung“, fasst Projektleiter Arndt Schlubach, bei den LWL-Kliniken zuständig für Projektmanagement und Versorgungsforschung, zusammen. Doppelte Tätigkeiten würden vermieden, so dass unterm Strich mehr Zeit für die Patienten zur Verfügung stehe. „Selbstverständlich ist uns dabei bewusst, dass sehr sensible Daten dokumentiert werden, die nur gemäß der geltenden Datenschutzverordnung verwendet werden dürfen.“

Bis zu 40 Teilnehmer waren abteilungs- und berufsgruppenübergreifend in das Projekt eingebunden. Dabei wurden z.B. Leistungskomplexe festgelegt und diesen einzelne Behandlungsbausteine zugeordnet. Entstanden ist eine schlanke und nachvollziehbare Übersicht zur Entwicklung jedes Patienten und der individuell getroffenen Maßnahmen zur Behandlung und Pflege. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen jetzt, ebenfalls unter Beteiligung des Qualitätsmanagements und weiterer Abteilungen, für die gesamten Kliniken verfügbar gemacht werden, kündigte die Betriebsleitung an.

Fortbildungstag lockt Fachleute des gesamten LWL-PsychiatrieVerbundes nach Warstein

Referenten des LWL-Fortbildungstag in Warstein.Die Ärzte haben zu wenig Zeit, die Patienten fühlen sich nicht richtig umsorgt. Gleichzeitig sind aber auch die Ärzte unzufrieden mit dem Klinikalltag, verbringen laut einer Studie rund 44 Prozent ihres Arbeitsalltags allein mit Bürokratie und Zettelwirtschaft, ohne auch nur einen Patienten gesehen zu haben.

Zuhörer des LWL-Fortbildungstag in Warstein.Unter anderem mit diesem kritischen Thema beschäftigten sich am Donnerstag Psychologen, Fachärzte und -kräfte aus allen LWL-Standorten. In diesem Jubiläumsjahr – denn der Fortbildungstag fand nun zum bereits 10. Mal statt – erstmalig im LWL-Festsaal in Warstein.

Lesen Sie den ganzen Bericht von Elisa Sobkowiak in der Westfälischen Rundschau.

Trainer Helmut Woitkowski macht im Projekt „Verrückt? Na und!“ Schülerinnen und Schüler seelisch fit für Schule und Ausbildung

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Das Präventionskonzept „Verrückt? Na und! Seelisch fit in Schule und Ausbildung“, das jetzt Halt an der Hannah-Arendt Gesamtschule in Soest machte, sensibilisiert individuell und spielerisch für das Thema seelische Gesundheit. Foto: Carsten Hüermann

Das Präventionskonzept „Verrückt? Na und! Seelisch fit in Schule und Ausbildung“, mit dem junge Menschen in diesen Lebensabschnitten für seelische Gesundheit sensibilisiert werden sollen, machte jetzt Halt an der Hannah-Arendt Gesamtschule in Soest. Mitarbeiter der LWL-Klinik Lippstadt, des Gesundheitsamtes der Kreisverwaltung Soest sowie Vertreter des Phönix e. V. und der Selbsthilfe gestalteten gemeinsam vier Schultage.

Trainer Helmut Woitkowski von der LWL-Klinik Lippstadt erläutert die Bedeutung des Projektes: „Seelische Gesundheit ist ein wichtiges Thema. Immer mehr Menschen werden aufgrund psychischer Probleme behandelt. Diese Erkrankungen beginnen immer früher.“ Daher sei es wichtig, junge Menschen bereits früh zu informieren und Hilfemöglichkeiten aufzuzeigen. „Verrückt? Na und!“ tue dies sehr individuell und spielerisch. Beratungslehrerin Doris Kuhnke-Peters und Teamsprecherin Christine Bracke von der Hannah-Arendt Gesamtschule sind mit den von der Regionalgruppe im gesamten Jahrgang 8 gestalteten Projekttagen zufrieden: „Das Konzept sensibilisiert sehr verständlich für das Thema seelische Gesundheit. Das ist wichtig, da sich das seelische Wohlbefinden nicht nur positiv auf die schulischen Leistungen unserer Schüler auswirkt, sondern Einfluss auf das ganze Leben hat.“ Weiterlesen

Seelische Gesundheit im Blick: „Verrückt? Na und!“ macht Halt am Berufskolleg der Marienschule Lippstadt

Andrea Kiel-Philipp (stehend), Trainerin im Präventionskonzept „Verrückt? Na und! Seelisch fit in Schule und Ausbildung“, mit einer Schulklasse des Berufskollegs der Marienschule Lippstadt. Weitere Schultage sind für das kommende Frühjahr geplant. Foto: Jan Oliver Wienhues/ Kreis Soest

Derzeit macht das Präventionskonzept „Verrückt? Na und! Seelisch fit in Schule und Ausbildung“, mit dem junge Menschen in diesen Lebensabschnitten für seelische Gesundheit sensibilisiert werden sollen, Halt am Berufskolleg der Marienschule Lippstadt. Bis jetzt wurden von der im Herbst für den Kreis Soest gegründete Regionalgruppe bereits zwei Schultage angeboten, weitere Klassenbesuche sind für das kommende Frühjahr geplant.

Trainerin Andrea Kiel-Philipp vom Sozialdienst Katholischer Männer in Lippstadt erläutert die Notwendigkeit des Projektes: „Seelische Gesundheit ist ein wichtiges Thema. Immer mehr Menschen werden aufgrund psychischer Probleme behandelt. Diese Erkrankungen beginnen immer früher.“ Daher sei es wichtig, junge Menschen bereits früh zu informieren und Hilfemöglichkeiten aufzuzeigen. „Verrückt? Na und!“ tue dies sehr individuell und spielerisch. Klassenlehrerin Holzer vom Marienschule-Berufskolleg zeigt sich mit dem von der Regionalgruppe gestalteten Schultag zufrieden: „Das Konzept sensibilisiert sehr verständlich für das Thema seelische Gesundheit. Dies ist wichtig, da sich das seelische Wohlbefinden nicht nur positiv auf die schulischen Leistungen unserer Schüler auswirkt, sondern Einfluss auf das ganze Leben hat.“ Weiterlesen

Projekt: „Seelisch fit im Klassenzimmer“

Neu gegründete Regionalgruppe sensibilisiert junge Menschen in Schule und Ausbildung.
 
Immer mehr Menschen, zunehmend auch Jugendliche und junge Erwachsene, werden aufgrund einer psychischen Erkrankung behandelt. Deshalb wurde im Kreis Soest eine Regionalgruppe des Projektes „Verrückt? Na und!“ gegründet. Es handelt sich um einen Zusammenschluss von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Kreises Soest, der LWL-Kliniken Lippstadt und Warstein, des SKM Lippstadt, IBAHS Warstein, dem ESTA Bildungswerk, Phönix Soest, der BAKS und Vertretern der Selbsthilfegruppen im Kreis Soest.
 

Netzwerk: Anonyme Spurensicherung vorgestellt

Anonyme Spurensicherung - Referenten

Organisatoren, Netzwerker und Referenten vor Beginn der Veranstaltung (v.r.): Simone Bindig, Psychotherapeutin an der LWL-Klinik Lippstadt, Dr. Heidi Pfeiffer, Direktorin des Instituts für Rechtsmedizin Münster, Ellen Wendt, Gleichstellungsbeauftragte Kreis Gütersloh, Dr. Christiane Kelm-Dirkmorfeld, Abteilung Gesundheit Kreis Gütersloh, Dr. Johannes Middelanis, Chefarzt der Frauenklinik am St. Elisabeth-Hospital, Kreisdirektorin Susanne Koch und Ursula Rutschkowski, Opferschutzbeauftragte der Polizei Gütersloh

Opfer von sexualisierter Gewalt haben künftig die Möglichkeit, anonym die Spuren der Gewalttat sichern zu lassen, ohne sofort eine Anzeige zu erstatten. Damit wird eine Lücke im Opferschutz geschlossen.

Denn wenn ein Opfer sich sonst erst später zur Anzeige entschlossen hatte  – aus welchen Gründen auch immer – waren die Spuren der Vergewaltigung nicht mehr vorhanden oder brauchbar. Das Kooperationsnetzwerk ‚Anonyme Spurensicherung im Kreis Gütersloh‘ stellte das Modell im Vorfeld eines Fachtags zum Thema während eines Pressegesprächs vor.

Bisher existierte im Kreis Gütersloh kein abgestimmtes Verfahren zur gerichtsverwertbaren Spurensicherung und Dokumentation nach einer Sexualstraftat für Opfer, die zunächst keine Anzeige erstatten möchten. Daher hat der ‚Runde Tisch gegen häusliche Gewalt‘ im Kreis Gütersloh die Initiative ergriffen und mit der Unterstützung durch das Land Nordrhein-Westfalen die Bildung einer regionalen Kooperation zur anonymen Spurensicherung (ASS) nach sexualisierter Gewalt an Frauen und Mädchen im Kreis Gütersloh angestoßen. Weiterlesen

Bundesteilhabegesetz – das Aus für personenzentrierte Hilfen? Letztmalig: Netzwerk-AG Hochsauerlandkreis-Kreis Soest tagt in LWL-Klinik Warstein

Die Mitglieder der Netzwerk-AG und Referenten der 16. Tagung (von links): Gerd Brandenburg, LWL-Klinik Marsberg;  Friedel Harnacke, Warstein; Jutta Dering, Klinikum Arnsberg; Ulrich Gerlach, LWL-Klinik Marsberg; Regina Schulte, Sozialpsychiatrischer Dienst, Kreis Soest; Werner Rosenbaum, Niederense; Waltraud Brune, Lippstadt; Friedrich Schmidt, Psychiatriekoordinator Hagen; Monika Stich, LWL-Klinik Warstein; Karl-Josef Fischer, Psychiatriekoordinator, Hochsauerlandkreis; Dr. Charlotte Jurk, Hochschule Ludwigshafen; Gertrud Gerlach, LWL-Wohnverbund Marsberg; Dr. Ursula Pitzner,  u.a. Sozialwissenschaftlerin Consult-Organisations- und Personalentwicklung, Bedburg-Hau. Foto: LWL

Die Mitglieder der Netzwerk-AG und Referenten der 16. Tagung (von links): Gerd Brandenburg, LWL-Klinik Marsberg; Friedel Harnacke, Warstein; Jutta Dering, Klinikum Arnsberg; Ulrich Gerlach, LWL-Klinik Marsberg; Regina Schulte, Sozialpsychiatrischer Dienst, Kreis Soest; Werner Rosenbaum, Niederense; Waltraud Brune, Lippstadt; Friedrich Schmidt, Psychiatriekoordinator Hagen; Monika Stich, LWL-Klinik Warstein; Karl-Josef Fischer, Psychiatriekoordinator, Hochsauerlandkreis; Dr. Charlotte Jurk, Hochschule Ludwigshafen; Gertrud Gerlach, LWL-Wohnverbund Marsberg; Dr. Ursula Pitzner, u.a. Sozialwissenschaftlerin Consult-Organisations- und Personalentwicklung, Bedburg-Hau. Foto: LWL

westfalenpostDas neue Bundesteilhabegesetz (BTHG), das 2017 in Kraft treten soll, stand im Fokus einer Tagung, zu der jetzt mehr als 120 Fachleute aus psychosozialer Arbeit und Einrichtungen der Eingliederungshilfe nach Warstein gekommen waren. Ist das BTHG eine Chance, gerade für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen? Oder bedeutet das neue Gesetz das Aus für personenzentrierte Hilfen? Und welche Auswirkungen hat dies für die Anbieter in der psychosozialen Versorgung? – Diesen Fragen gingen die Teilnehmenden in der Klinik des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) kritisch auf den Grund.

Tipp: Fortbildungen zum Thema
Bundesteilhabegesetz (BTHG)

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In sicherer Umgebung gut aufgehoben fühlen: LWL-Heilpädagogisches Kinderheim Hamm bietet minderjährigen Flüchtlingen in Benninghausen ein neues Zuhause

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Janine Rottler-Nourbakhsch, Leiterin des LWL-Wohnvebunds Lippstadt (von links), freut sich mit den Betreuern Mohammed Aburaiya und Jasmin Sander sowie Bereichsleiterin Nadine Mersch und Betriebsleiter Franz Herber vom LWL-Heilpädagogischen Kinderheim (HeiKi) Hamm über die Kooperation. Foto: LWL/Brinkmann

Eine Chance, in Deutschland Fuß zu fassen, bietet das LWL-Heilpädagogische Kinderheim (HeiKi) Hamm unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen. Seit Mai bestehen zwei Wohngruppen der Einrichtung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in Benninghausen. Das HeiKi hat ein leer stehendes Gebäude des LWL-Wohnverbundes Lippstadt angemietet, in dem derzeit zwölf junge Menschen im Alter von 16 bis 18 Jahren leben. Zwei Monate nach ihrem Einzug beginnen die Flüchtlinge allmählich, sich in der neuen Umgebung heimisch zu fühlen.

Die Wohngruppen mit jeweils neun Plätzen wurden im Haus B29 eingerichtet. Auch wenn die Zahl der Zuwanderer derzeit nicht mehr so groß ist wie noch vergangenes Jahr, geht Frank Herber, Betriebsleiter des HeiKi, davon aus, dass „alle Plätze kontinuierlich besetzt werden“. Dies erfolge in enger Zusammenarbeit mit dem Jugendamt des Kreises Soest und bei Bedarf ebenfalls mit dem Jugendamt der Stadt Lippstadt. Denn: „Alle unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge fallen in den Bereich der Jugendhilfe und müssen dafür zunächst auch keinen Asylantrag gestellt haben“, erläutert Herber. „Dieser Status endet im Kreis Soest zum Glück auch nicht abrupt mit dem 18. Geburtstag. Somit haben wir die Möglichkeit, die jungen Menschen weiterhin bei der Entwicklung eigener Perspektiven zu unterstützen.“ Weiterlesen

Bessere Vernetzung, kürzere Wege: Gemeinsamer Fachtag der Sucht- und Jugendhilfe im Kreis Soest

Fachtag der Sucht - Bild der Referenten

Setzen sich für eine bessere Vernetzung ein: (v.l.n.r.): Kerstin Werner, Anneke Knüppel, Marianne Schäfer, Helmut Woitkowski, Dr. Rüdiger Holzbach und Helga Rolf. Foto: Stadt Lippstadt

lippstadt-aktuellGemeinsam den Blick auf das Kindeswohl richten: Beim ersten gemeinsamen Fachtag der Sucht- und Jugendhilfe im Kreis Soest trafen sich mehr als 60 Fachkräfte, um sich über eine bessere Vernetzung der Bereiche Suchthilfe und Jugendhilfe zum Schutz von Kindern und Jugendlichen aus suchtbelasteten Familien auszutauschen.

„Ich wünsche mir für die Zukunft eine Verantwortungsgemeinschaft im Kinderschutz beider Fachdisziplinen“, erklärte Helga Rolf, Leiterin des Fachdienstes Jugend und Familie der Stadt Lippstadt. Basis müsse eine verbesserte Vernetzung sein. Auch Dr. med. Rüdiger Holzbach, Chefarzt der Abteilung Suchtmedizin der LWL-Kliniken Lippstadt und Warstein unterstrich in seinem Impulsvortrag zu der Behandlung von Suchtkranken in der Psychiatrie die Notwendigkeit der Zusammenarbeit im Interesse einer gesunden Entwicklung von Kindern mit von Suchtmitteln abhängigen Eltern. Weiterlesen