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Fortbildungstag lockt Fachleute des gesamten LWL-PsychiatrieVerbundes nach Warstein

Referenten des LWL-Fortbildungstag in Warstein.Die Ärzte haben zu wenig Zeit, die Patienten fühlen sich nicht richtig umsorgt. Gleichzeitig sind aber auch die Ärzte unzufrieden mit dem Klinikalltag, verbringen laut einer Studie rund 44 Prozent ihres Arbeitsalltags allein mit Bürokratie und Zettelwirtschaft, ohne auch nur einen Patienten gesehen zu haben.

Zuhörer des LWL-Fortbildungstag in Warstein.Unter anderem mit diesem kritischen Thema beschäftigten sich am Donnerstag Psychologen, Fachärzte und -kräfte aus allen LWL-Standorten. In diesem Jubiläumsjahr – denn der Fortbildungstag fand nun zum bereits 10. Mal statt – erstmalig im LWL-Festsaal in Warstein.

Lesen Sie den ganzen Bericht von Elisa Sobkowiak in der Westfälischen Rundschau.

Trainer Helmut Woitkowski macht im Projekt „Verrückt? Na und!“ Schülerinnen und Schüler seelisch fit für Schule und Ausbildung

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Das Präventionskonzept „Verrückt? Na und! Seelisch fit in Schule und Ausbildung“, das jetzt Halt an der Hannah-Arendt Gesamtschule in Soest machte, sensibilisiert individuell und spielerisch für das Thema seelische Gesundheit. Foto: Carsten Hüermann

Das Präventionskonzept „Verrückt? Na und! Seelisch fit in Schule und Ausbildung“, mit dem junge Menschen in diesen Lebensabschnitten für seelische Gesundheit sensibilisiert werden sollen, machte jetzt Halt an der Hannah-Arendt Gesamtschule in Soest. Mitarbeiter der LWL-Klinik Lippstadt, des Gesundheitsamtes der Kreisverwaltung Soest sowie Vertreter des Phönix e. V. und der Selbsthilfe gestalteten gemeinsam vier Schultage.

Trainer Helmut Woitkowski von der LWL-Klinik Lippstadt erläutert die Bedeutung des Projektes: „Seelische Gesundheit ist ein wichtiges Thema. Immer mehr Menschen werden aufgrund psychischer Probleme behandelt. Diese Erkrankungen beginnen immer früher.“ Daher sei es wichtig, junge Menschen bereits früh zu informieren und Hilfemöglichkeiten aufzuzeigen. „Verrückt? Na und!“ tue dies sehr individuell und spielerisch. Beratungslehrerin Doris Kuhnke-Peters und Teamsprecherin Christine Bracke von der Hannah-Arendt Gesamtschule sind mit den von der Regionalgruppe im gesamten Jahrgang 8 gestalteten Projekttagen zufrieden: „Das Konzept sensibilisiert sehr verständlich für das Thema seelische Gesundheit. Das ist wichtig, da sich das seelische Wohlbefinden nicht nur positiv auf die schulischen Leistungen unserer Schüler auswirkt, sondern Einfluss auf das ganze Leben hat.“ Weiterlesen

Seelische Gesundheit im Blick: „Verrückt? Na und!“ macht Halt am Berufskolleg der Marienschule Lippstadt

Andrea Kiel-Philipp (stehend), Trainerin im Präventionskonzept „Verrückt? Na und! Seelisch fit in Schule und Ausbildung“, mit einer Schulklasse des Berufskollegs der Marienschule Lippstadt. Weitere Schultage sind für das kommende Frühjahr geplant. Foto: Jan Oliver Wienhues/ Kreis Soest

Derzeit macht das Präventionskonzept „Verrückt? Na und! Seelisch fit in Schule und Ausbildung“, mit dem junge Menschen in diesen Lebensabschnitten für seelische Gesundheit sensibilisiert werden sollen, Halt am Berufskolleg der Marienschule Lippstadt. Bis jetzt wurden von der im Herbst für den Kreis Soest gegründete Regionalgruppe bereits zwei Schultage angeboten, weitere Klassenbesuche sind für das kommende Frühjahr geplant.

Trainerin Andrea Kiel-Philipp vom Sozialdienst Katholischer Männer in Lippstadt erläutert die Notwendigkeit des Projektes: „Seelische Gesundheit ist ein wichtiges Thema. Immer mehr Menschen werden aufgrund psychischer Probleme behandelt. Diese Erkrankungen beginnen immer früher.“ Daher sei es wichtig, junge Menschen bereits früh zu informieren und Hilfemöglichkeiten aufzuzeigen. „Verrückt? Na und!“ tue dies sehr individuell und spielerisch. Klassenlehrerin Holzer vom Marienschule-Berufskolleg zeigt sich mit dem von der Regionalgruppe gestalteten Schultag zufrieden: „Das Konzept sensibilisiert sehr verständlich für das Thema seelische Gesundheit. Dies ist wichtig, da sich das seelische Wohlbefinden nicht nur positiv auf die schulischen Leistungen unserer Schüler auswirkt, sondern Einfluss auf das ganze Leben hat.“ Weiterlesen

Projekt: „Seelisch fit im Klassenzimmer“

Neu gegründete Regionalgruppe sensibilisiert junge Menschen in Schule und Ausbildung.
 
Immer mehr Menschen, zunehmend auch Jugendliche und junge Erwachsene, werden aufgrund einer psychischen Erkrankung behandelt. Deshalb wurde im Kreis Soest eine Regionalgruppe des Projektes „Verrückt? Na und!“ gegründet. Es handelt sich um einen Zusammenschluss von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Kreises Soest, der LWL-Kliniken Lippstadt und Warstein, des SKM Lippstadt, IBAHS Warstein, dem ESTA Bildungswerk, Phönix Soest, der BAKS und Vertretern der Selbsthilfegruppen im Kreis Soest.
 

Netzwerk: Anonyme Spurensicherung vorgestellt

Anonyme Spurensicherung - Referenten

Organisatoren, Netzwerker und Referenten vor Beginn der Veranstaltung (v.r.): Simone Bindig, Psychotherapeutin an der LWL-Klinik Lippstadt, Dr. Heidi Pfeiffer, Direktorin des Instituts für Rechtsmedizin Münster, Ellen Wendt, Gleichstellungsbeauftragte Kreis Gütersloh, Dr. Christiane Kelm-Dirkmorfeld, Abteilung Gesundheit Kreis Gütersloh, Dr. Johannes Middelanis, Chefarzt der Frauenklinik am St. Elisabeth-Hospital, Kreisdirektorin Susanne Koch und Ursula Rutschkowski, Opferschutzbeauftragte der Polizei Gütersloh

Opfer von sexualisierter Gewalt haben künftig die Möglichkeit, anonym die Spuren der Gewalttat sichern zu lassen, ohne sofort eine Anzeige zu erstatten. Damit wird eine Lücke im Opferschutz geschlossen.

Denn wenn ein Opfer sich sonst erst später zur Anzeige entschlossen hatte  – aus welchen Gründen auch immer – waren die Spuren der Vergewaltigung nicht mehr vorhanden oder brauchbar. Das Kooperationsnetzwerk ‚Anonyme Spurensicherung im Kreis Gütersloh‘ stellte das Modell im Vorfeld eines Fachtags zum Thema während eines Pressegesprächs vor.

Bisher existierte im Kreis Gütersloh kein abgestimmtes Verfahren zur gerichtsverwertbaren Spurensicherung und Dokumentation nach einer Sexualstraftat für Opfer, die zunächst keine Anzeige erstatten möchten. Daher hat der ‚Runde Tisch gegen häusliche Gewalt‘ im Kreis Gütersloh die Initiative ergriffen und mit der Unterstützung durch das Land Nordrhein-Westfalen die Bildung einer regionalen Kooperation zur anonymen Spurensicherung (ASS) nach sexualisierter Gewalt an Frauen und Mädchen im Kreis Gütersloh angestoßen. Weiterlesen

Bundesteilhabegesetz – das Aus für personenzentrierte Hilfen? Letztmalig: Netzwerk-AG Hochsauerlandkreis-Kreis Soest tagt in LWL-Klinik Warstein

Die Mitglieder der Netzwerk-AG und Referenten der 16. Tagung (von links): Gerd Brandenburg, LWL-Klinik Marsberg;  Friedel Harnacke, Warstein; Jutta Dering, Klinikum Arnsberg; Ulrich Gerlach, LWL-Klinik Marsberg; Regina Schulte, Sozialpsychiatrischer Dienst, Kreis Soest; Werner Rosenbaum, Niederense; Waltraud Brune, Lippstadt; Friedrich Schmidt, Psychiatriekoordinator Hagen; Monika Stich, LWL-Klinik Warstein; Karl-Josef Fischer, Psychiatriekoordinator, Hochsauerlandkreis; Dr. Charlotte Jurk, Hochschule Ludwigshafen; Gertrud Gerlach, LWL-Wohnverbund Marsberg; Dr. Ursula Pitzner,  u.a. Sozialwissenschaftlerin Consult-Organisations- und Personalentwicklung, Bedburg-Hau. Foto: LWL

Die Mitglieder der Netzwerk-AG und Referenten der 16. Tagung (von links): Gerd Brandenburg, LWL-Klinik Marsberg; Friedel Harnacke, Warstein; Jutta Dering, Klinikum Arnsberg; Ulrich Gerlach, LWL-Klinik Marsberg; Regina Schulte, Sozialpsychiatrischer Dienst, Kreis Soest; Werner Rosenbaum, Niederense; Waltraud Brune, Lippstadt; Friedrich Schmidt, Psychiatriekoordinator Hagen; Monika Stich, LWL-Klinik Warstein; Karl-Josef Fischer, Psychiatriekoordinator, Hochsauerlandkreis; Dr. Charlotte Jurk, Hochschule Ludwigshafen; Gertrud Gerlach, LWL-Wohnverbund Marsberg; Dr. Ursula Pitzner, u.a. Sozialwissenschaftlerin Consult-Organisations- und Personalentwicklung, Bedburg-Hau. Foto: LWL

westfalenpostDas neue Bundesteilhabegesetz (BTHG), das 2017 in Kraft treten soll, stand im Fokus einer Tagung, zu der jetzt mehr als 120 Fachleute aus psychosozialer Arbeit und Einrichtungen der Eingliederungshilfe nach Warstein gekommen waren. Ist das BTHG eine Chance, gerade für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen? Oder bedeutet das neue Gesetz das Aus für personenzentrierte Hilfen? Und welche Auswirkungen hat dies für die Anbieter in der psychosozialen Versorgung? – Diesen Fragen gingen die Teilnehmenden in der Klinik des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) kritisch auf den Grund.

Tipp: Fortbildungen zum Thema
Bundesteilhabegesetz (BTHG)

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In sicherer Umgebung gut aufgehoben fühlen: LWL-Heilpädagogisches Kinderheim Hamm bietet minderjährigen Flüchtlingen in Benninghausen ein neues Zuhause

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Janine Rottler-Nourbakhsch, Leiterin des LWL-Wohnvebunds Lippstadt (von links), freut sich mit den Betreuern Mohammed Aburaiya und Jasmin Sander sowie Bereichsleiterin Nadine Mersch und Betriebsleiter Franz Herber vom LWL-Heilpädagogischen Kinderheim (HeiKi) Hamm über die Kooperation. Foto: LWL/Brinkmann

Eine Chance, in Deutschland Fuß zu fassen, bietet das LWL-Heilpädagogische Kinderheim (HeiKi) Hamm unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen. Seit Mai bestehen zwei Wohngruppen der Einrichtung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in Benninghausen. Das HeiKi hat ein leer stehendes Gebäude des LWL-Wohnverbundes Lippstadt angemietet, in dem derzeit zwölf junge Menschen im Alter von 16 bis 18 Jahren leben. Zwei Monate nach ihrem Einzug beginnen die Flüchtlinge allmählich, sich in der neuen Umgebung heimisch zu fühlen.

Die Wohngruppen mit jeweils neun Plätzen wurden im Haus B29 eingerichtet. Auch wenn die Zahl der Zuwanderer derzeit nicht mehr so groß ist wie noch vergangenes Jahr, geht Frank Herber, Betriebsleiter des HeiKi, davon aus, dass „alle Plätze kontinuierlich besetzt werden“. Dies erfolge in enger Zusammenarbeit mit dem Jugendamt des Kreises Soest und bei Bedarf ebenfalls mit dem Jugendamt der Stadt Lippstadt. Denn: „Alle unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge fallen in den Bereich der Jugendhilfe und müssen dafür zunächst auch keinen Asylantrag gestellt haben“, erläutert Herber. „Dieser Status endet im Kreis Soest zum Glück auch nicht abrupt mit dem 18. Geburtstag. Somit haben wir die Möglichkeit, die jungen Menschen weiterhin bei der Entwicklung eigener Perspektiven zu unterstützen.“ Weiterlesen

Bessere Vernetzung, kürzere Wege: Gemeinsamer Fachtag der Sucht- und Jugendhilfe im Kreis Soest

Fachtag der Sucht - Bild der Referenten

Setzen sich für eine bessere Vernetzung ein: (v.l.n.r.): Kerstin Werner, Anneke Knüppel, Marianne Schäfer, Helmut Woitkowski, Dr. Rüdiger Holzbach und Helga Rolf. Foto: Stadt Lippstadt

lippstadt-aktuellGemeinsam den Blick auf das Kindeswohl richten: Beim ersten gemeinsamen Fachtag der Sucht- und Jugendhilfe im Kreis Soest trafen sich mehr als 60 Fachkräfte, um sich über eine bessere Vernetzung der Bereiche Suchthilfe und Jugendhilfe zum Schutz von Kindern und Jugendlichen aus suchtbelasteten Familien auszutauschen.

„Ich wünsche mir für die Zukunft eine Verantwortungsgemeinschaft im Kinderschutz beider Fachdisziplinen“, erklärte Helga Rolf, Leiterin des Fachdienstes Jugend und Familie der Stadt Lippstadt. Basis müsse eine verbesserte Vernetzung sein. Auch Dr. med. Rüdiger Holzbach, Chefarzt der Abteilung Suchtmedizin der LWL-Kliniken Lippstadt und Warstein unterstrich in seinem Impulsvortrag zu der Behandlung von Suchtkranken in der Psychiatrie die Notwendigkeit der Zusammenarbeit im Interesse einer gesunden Entwicklung von Kindern mit von Suchtmitteln abhängigen Eltern. Weiterlesen

LUNA besucht die LWL-Klinik Lippstadt: „Seismograph der Gesellschaft“

luna

Dr. Martin Gunga, Petra Spiekerman (v.l.) und interessierte Lippstädter Unternehmerinnen beim Besuch der LWL-Klinik in Benninghausen (Foto Olk)

Einen informativen Abend, der vielfältig nachwirkte, hatten die Lippstädter Unternehmerinnen (LUNA), die der Einladung zu einer Besichtigung der LWL-Klinik Lippstadt in Benninghausen gefolgt waren.
Petra Spiekermann, Leiterin des Pflegedienstes der Abteilung Integrative Psychiatrie und Psychotherapie, ist seit langem interessierte Teilnehmerin der von der Wirtschaftsförderung Lippstadt angebotenen LUNA-Veranstaltungen.  Sie hatte, gemeinsam mit Dr. Martin Gunga, dem Chefarzt der Abteilung und stellvertretenden Ärztlichen Direktor, die Unternehmerinnen zu einem Besuch der Klinik eingeladen, bei dem die Gäste Wissenswertes über die Einrichtungen des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) im Kreis Soest erfuhren und auch eine offen geführte Station der Abteilung Depressionsbehandlung besichtigen konnten. Weiterlesen

„Kein Mensch fragt: Wie geht es dir denn?“ – Projekt Familiale Pflege in den LWL-Kliniken Lippstadt und Warstein stellt den Angehörigen in den Mittelpunkt

Familiale Pflege

Sabine Klinger (l.) und Raimund Beerwerth beraten Mechthild K. bei der Pflege ihres an Demenz erkrankten Ehemanns. Foto: LWL/Eva Brinkmann

Mechthild K. ist verzweifelt. Aufopferungsvoll pflegt sie seit Jahren ihren Ehemann Bruno, der an Demenz erkrankt ist. Die Tage sind geprägt von ständiger Sorge. Immer wieder wird sie mit Aggressionen und abwehrendem Verhalten des Erkrankten konfrontiert. Nachts ist er meist unruhig, so dass sie kaum Schlaf findet. „Er ist doch mein Ehepartner, da kann ich ihn doch nicht einfach abgeben“, motiviert sich Mechthild K. immer wieder aufs Neue. Dankbarkeit kann sie nicht erwarten. Und kaum jemand würdigt die enorme Leistung, die sie tagtäglich vollbringt. „Da tut es gut, wenn jemand Zeit hat und mir zuhört“, sagt die 75-Jährige. Beim Team der „Familialen Pflege“ in der LWL-Klinik Warstein stieß Mechthild K. auf ein offenes Ohr. Die speziell geschulten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konnten ihr in vielerlei Hinsicht Hilfestellung geben. Das Modellprojekt für Angehörige ist 2014 in den LWL-Kliniken Lippstadt und Warstein gestartet. Weiterlesen