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Respekt und Anerkennung für ein suchtmittelfreies Leben: Ehemalige Klientinnen und Klienten des LWL-Rehabilitationszentrums Südwestfalen feiern ihre Abstinenz

In einem Fachvortrag informierte Chefärztin Dr. Irene Faupel zum Thema „Sucht und Alter“.

In einem Fachvortrag informierte Chefärztin Dr. Irene Faupel zum Thema „Sucht und Alter“. Foto: LWL/Rainer Schorlau

Den Einstieg in ihren Ausstieg aus der Suchterkrankung haben sich – trotz des angesagten widrigen Wetters – etwa 150 ehemalige Klientinnen und Klienten des LWL-Rehabilitationszentrums Südwestfalen in Erinnerung gerufen. Gemeinsam mit den aktuellen Rehabilitanden feierten sie am Samstag (23. Juni) in dem zur Klinik Warstein des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) gehörenden Rehabilitationszentrum ihre oft schon viele Jahre währende Abstinenz von Alkohol, illegalen Drogen oder Medikamenten. Dabei boten sich viele Gelegenheiten zum gegenseitigen Austausch.

Der Tag begann mit einem Fachvortrag der Chefärztin Dr. Irene Faupel mit dem Thema „Sucht und Alter“. Ein Höhepunkt der Veranstaltung war die Ehrung der Teilnehmenden, die bereits seit zehn, 15 und sogar seit 30 Jahren ein suchtmittelfreies Leben führen. In ihrer Ansprache unterstrich die therapeutische Leiterin des Rehabilitationszentrums, Christine Enste, das enorme Durchhaltevermögen und die Disziplin, die erforderlich sind, um solche Leistungen zu vollbringen.

Neben der Möglichkeit, das Psychiatrie-Museum und die unterirdischen Katakomben der LWL-Klinik Warstein zu besichtigen, wurden Führungen durch den Anfang 2016 bezogenen Neubau des Rehabilitationszentrums angeboten. Auf großes Interesse stieß dabei auch die Ausstellung mit Fotografien aus Deutschland und fernen Ländern von Gernot Disselhoff, die derzeit in den Fluren des Neubaus gezeigt wird.

Anschließend konnten die ehemaligen Rehabilitanden das Gespräch mit „ihren“ früheren Therapeutinnen und Therapeuten suchen. Jenen Klientinnen und Klienten, die sich derzeit zur Therapie im LWL-Rehabilitationszentrum befinden, half die Begegnung mit den Ehemaligen dabei, Motivation zu tanken, um in ihrem Ziel, dauerhaft abstinent zu leben, nicht nachzulassen.