Ehemalige LWL-Mitarbeiter zu Gast bei ihrem einstigen Arbeitgeber

151104pensionaere-wstsoester-anzeigerEs tut sich einiges am LWL-Standort Warstein. Davon überzeugen konnten sich die ehemaligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beim jährlichen Pensionäretreffen. 160 Ehemalige waren der Einladung gefolgt, um sich aus erster Hand über aktuelle Entwicklungen an Klinik, Pflegezentrum und Wohnverbund des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) zu informieren und ein paar gesellige Stunden im Kreis der einstigen Kolleginnen und Kollegen zu verbringen.

Der Ärztliche Direktor Dr. Josef Leßmann hieß die Ehemaligen im Namen der Betriebsleitungen aller drei Einrichtungen herzlich willkommen. Er berichtete von bevorstehenden Investitionen, die notwendig seien, um den Psychiatrie-Standort Warstein auch in Zukunft attraktiv zu halten. So stehe nicht nur die Eröffnung des 86-Betten-Neubaus für das LWL-Rehabilitationszentrum Südwestfalen im Dezember bevor. Die Klinik plane außerdem sehr konkret die Aufstockung der medizinisch-beruflichen Rehabilitation von zwölf auf 40 Plätze. Im Bereich der Gärtnerei werde hierzu ein Neubau errichtet, der nach jetzigem Planungsstand 2017 in Betrieb genommen werden soll.

Im Dienstleistungsbereich seien Umstrukturierungen geplant. Weiterhin will sich die Klinikleitung dafür stark machen, dass die Apotheke vor Ort „möglichst langfristig erhalten bleibt“. Auch über eine Anfrage der Stadt Warstein bezüglich der Unterbringung von Flüchtlingen informierte Leßmann die Anwesenden. Hierzu habe er schon vor einigen Wochen dem Bürgermeister im Namen der Betriebsleitung zurückgemeldet, dass ein Gebäude an der Lindenstraße zur Verfügung gestellt werden könne. Der Entscheidungsprozess sei bereits in Gang gesetzt. „Wir müssen dabei immer die Frage im Blick haben, ob sich das mit den Patienten und Bewohnern hier verträgt“, so der Ärztliche Direktor.

Seitens des Personalrats richtete Heinrich Graskamp herzliche Grüße an die Gäste. Er machte deutlich, dass die Mitarbeitervertretung die Veränderungen im Dienstleistungsbereich durchaus kritisch sehe und diesen Prozess aufmerksam begleiten werde.

Dr. Josef Leßmann verlas die Namen aller ehemaligen Beschäftigten, die in diesem Jahr ihren 80., 85., 90. oder einen noch höheren Geburtstag feiern konnten. Gemeinsam gedachten die Anwesenden außerdem all jener aus ihren Reihen, die in den letzten zwölf Monaten verstorben sind.

Unter den Klängen der LWL-Bläsergruppe erlebten die ehemaligen LWL-Beschäftigten einen gemütlichen Nachmittag bei Kaffee und Kuchen. Dabei bestand reichlich Gelegenheit, die gemeinsam erlebte Zeit wieder aufleben zu lassen und Anekdoten auszutauschen.