LWL-Standort Warstein auch langfristig gesichert: Ehemalige Beschäftigte kehren zum Pensionäretreffen zurück an ihren alten Arbeitsplatz

Gute Neuigkeiten von ihrem alten Arbeitgeber konnten die Teilnehmenden des Pensionäretreffens an den LWL-Einrichtungen Warstein mit nach Hause nehmen. Etwa 150 ehemalige Beschäftigte der psychiatrischen Klinik, des Pflegezentrums und des Wohnverbunds in Trägerschaft des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) waren für einen Nachmittag zurück an ihren alten Arbeitsplatz gekehrt, um ein paar gemütliche Stunden im Kreise der einstigen Kollegen zu verbringen.

„Beide Klinik-Standorte in Warstein und Lippstadt können in der jetzigen Größe erhalten bleiben“, gab der Ärztliche Direktor Dr. Volkmar Sippel bekannt, der die Versammelten willkommen hieß. Diese Zusage des Landschaftsverbandes werde durch die beiden großen Bauprojekte am Standort Warstein untermauert: So seien nach der Eröffnung des Bettenhauses Ende 2015 inzwischen auch die beiden umgebauten Funktionsgebäude des LWL-Rehabilitationszentrums Südwestfalen bezo­gen worden. Der Neubau zum LWL-Institut für Rehabilitation Warstein mit 44 Plätzen für die Reha-Phase II könne voraussichtlich zu Beginn des kommenden Jahres in Betrieb genommen werden.

Über eine „sehr gute Belegung“ des LWL-Pflegezentrums freute sich dessen Leiterin Iris Abel: „Sowohl in der stationären Altenpflege als auch in der Tagespflege sind wir voll ausgelastet“, sagte Abel. Gleichwohl müssten sich die Verantwortlichen dem drohenden Fachkräftemangel stellen. Eine Möglichkeit, dem entgegen zu wirken, sieht Abel in der stundenweisen Tätigkeit ehemaliger Beschäftigter. Bereits jetzt seien mehrere „Mini-Jobberinnen“ an der Einrichtung aktiv, denen sie für ihren Einsatz dankte.

Der Herausforderung, alle stationären Wohnplätze den Vorgaben des Wohn- und Teilhabegesetzes anzupassen, steht der LWL-Wohnverbund gegenüber. „Wir müssen deshalb in Warstein Plätze abbauen“, teilte Leiterin Doris Gerntke-Ehrenstein mit. Die künftig noch vorhandenen 134 Plätze seien jedoch auch langfristig gesichert: „Zwei Häuser haben wir bereits nach modernen Standards umgebaut, ein weiteres folgt.“ Zudem werde in Werl, wo der Wohnverbund bereits ein tagesstrukturelles Angebot vorhält, bis 2019 ein neues Wohnheim mit 24 Betten entstehen, so Gerntke-Ehrenstein.

Die stellvertretende Kaufmännische Direktorin Beatrix Mayer verlas eine lange Liste mit den Namen der ehemaligen Beschäftigten, die in diesem Jahr einen runden Geburtstag feiern konnten oder bereits mindestens das 90. Lebensjahr vollendet haben. In einer Schweigeminute gedachten die Versammelten anschließend all jener aus ihren Reihen, die in den vergangenen Monaten verstorben sind.