LWL-Klinik Warstein bleibt sich treu beim Klimaschutz und erhält zum zweiten Mal BUND-Gütesiegel „Energie sparendes Krankenhaus“

Große Kliniken haben einen hohen Energiebedarf. Alleine für die Versorgung eines Patienten kann schon einmal so viel Strom und Wärme benötigt werden wie in vier Einfamilienhäusern. Die LWL-Klinik Warstein ist allerdings eine der Einrichtungen bundesweit, die besonders viel Wert auf eine umweltschonende und optimale Energieversorgung setzt. Der Betrieb gehört zum Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), der hohe Klimaschutzziele verfolgt.

Nun hat die Klinik in Warstein zum zweiten Mal das Gütesiegel „Energie sparendes Krankenhaus“ vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) überreicht bekommen. Schon im Jahr 2012 nahm das Haus die Erstauszeichnung des BUND entgegen.

Seit vielen Jahren setzt die Warsteiner Psychiatrie auf die Verbesserung des laufenden Betriebs. Bis 2012 hatte der LWL zunächst Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen umgesetzt. Dabei finanzierte er unter anderem eine Holzhackschnitzelheizung. Deutlich reduzierte das Haus die Menge an benötigtem Erdgas als fossilen Energieträger. Das schont unser Klima. Gleichzeitig ist der Brennstoff preiswerter als Erdgas.

Für den optimalen Betrieb kommt eine Gebäudeleittechnik zum Einsatz. Verbunden mit dem LWL-Energiemanagement können Störungen schneller behoben und besonders hohe Verbräuche leichter erkannt und vermieden werden. Nach der ersten Gütesiegel-Vergabe hat die LWL-Klinik weitere Energiesparmaßnahmen umgesetzt. Zwei moderne Neubauten mit geringerem Energiebedarf gingen in Betrieb. Mehrere Gebäude wurden saniert und erhielten eine Wärmedämmung auf den Dachflächen oder an den Außenwänden. Bei zum Teil denkmalgeschützten Gebäuden konnten moderne Fenster mit Dreifachverglasung eingebaut werden. Das installierte Blockheizkraftwerk erzeugt Strom und die Abwärme wird für die Heizung genutzt.

Seit der ersten Prämierung als energiesparendes Krankenhaus konnten die klimaschädlichen Emissionen um weitere 10,5 Prozent bzw. 414 Tonnen gesenkt werden. Diese Verbesserung wirkt sich auch auf die Energiekosten aus: 17.100,- Euro spart das Haus jährlich. Die Luftverschmutzung nahm seit 2006, dem Basisjahr der Energiesparmaßnahmen, deutlich ab. Dies ist ein deutlicher Beitrag für den Klimaschutz. Er entspricht der Belastung, die 1.600 Passagiere bei ihrem Urlaub verursachen, wenn sie von Düsseldorf nach Mallorca hin und zurück fliegen.

Im feierlichen Rahmen übergaben Frau Annegret Dickhoff vom BUND Berlin gemeinsam mit Herrn Alfons Knop und Herrn Michael Bünner von der BUND Ortsgruppe Lörmecketal Rüthen – Warstein die Auszeichnung an Ottmar Köck, Kaufmännischer Direktor. Die Freude über das erneut gute Ergebnis war den Akteuren anzusehen.