Realistisches und Abstraktes: Gruppenausstellung in der LWL-Tagesklinik Warstein

Kunstausstellung LWL-Tagesklinik Wartstein

Landschaftsbilder, expressionistische Werke, Realistisches und Abstraktes: Eine beeindruckende Vielfalt künstlerischen Schaffens ist noch bis zum 21. Mai in der LWL-Tagesklinik Warstein zu sehen. Adalbert Dittrich (Meschede), Maria Fickler (Brilon) und Jutta Spiegel (Möhnesee) zeigen erstmals in einer Gemeinschaftsausstellung eine Auswahl ihrer Werke.

 

Eröffneten die Gemeinschaftsausstellung in der LWL-Tagesklinik Warstein (von links): Ärztlicher Leiter Dr. Martin Gunga sowie die Künstler Maria Fickler, Adalbert Dittrich und Jutta Spiegel. Foto: lwl/Brinkmann

Bei „rekordverdächtiger Besucherzahl“, so Dr. Martin Gunga, Ärztlicher Leiter der Tagesklinik des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL), wurde die Ausstellung eröffnet. Dabei wurde nicht nur den Augen etwas geboten: Adalbert Dittrich rezitierte überdies eigene lyrische Werke. Wer wollte, konnte zwei seiner Gedichtbände gegen eine Spende für ein Blindenheim mit nach Hause nehmen. Zwei der Künstler sicherten außerdem zu, 25 Prozent des Erlöses aus dem Bilderverkauf wohltätigen Zwecken zur Verfügung zu stellen.

„Die Bilder werden uns als Mitarbeitern und den Patienten gut tun“, ist Gunga überzeugt. „Sie machen uns Mut, dass wir an der Schraube des Glücks drehen können“, sagte er über die positive Wirkung der sehr farbenfrohen Werke auf die Seele. Ergotherapeut Ralf Grimm, der die 49. Ausstellung in der Warsteiner Tageklinik gemeinsam mit Annegret Kleinow organisiert hat, hob die Malfreude der drei Künstler hervor, die durch ihre Liebe zur Malerei auch „ihre Welt in Ordnung“ brächten: „Das ist hier so interessant und kurzweilig wie die Ausstellungen in den großen Museen.“

Adalbert Dittrich nimmt seit 2007 anstelle eines Fotoapparats seinen Fineliner mit auf Reisen, um Impressionen festzuhalten. Seine meist realitätsnahen Bilder fangen bestimmte Stimmungen ein, seien es ein Sonnenuntergang an der See oder die idyllische Natur des Spreewalds. Maria Fickler hingegen malt abstrakt, ihre Werke entstehen ohne bestimmten Plan, wobei sich die Künstlerin von den sich ergebenden Farben und Formen inspirieren lässt. Die leuchtend farbigen Bilder lassen sich meist aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten und bieten Raum für vielfältige Interpretationen. Jutta Spiegel wiederum bevorzugt zarte Farben und fließende Töne für ihre großformatigen Bilder. Die Ideen zu ihren Werken bezieht sie oft beim Betrachten der Natur, oder sie wählt bildliche Darstellungen, die sie entsprechend ihrer eigenen Vorstellung verändert.