Junge Ingenieure starten Karriere beim LWL

Der LWL begrüßt unsere neuen Kollegen: Johanna Süllentrop, David Holtkamp, Nikola SohnSie sprühen vor Energie, möchten mit ihrer Ausbildung und Berufserfahrung Verantwortung tragen, sich weiter entwickeln und Familie sowie Privates dabei in Balance halten. Mit diesen wichtigen Rahmenbedingungen konnten die LWL-Kliniken in Lippstadt und Warstein jetzt gleich drei neue Fachkräfte einstellen, die auf dem hiesigen Arbeitsmarkt rar sind. Mit Nikola Sohn (38), David Holtkamp (28) und Johanna Süllentrop (32) konnte der Dienstleistungsbereich der Kliniken für seinen Bereich Bau und Technik die drei hochmotivierten jungen Menschen als Ingenieure für sich gewinnen.

In der Bevölkerung kaum bekannt ist, dass der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) mit seinen Einrichtungen im Kreis Soest und den 2.200 Beschäftigten zu den größten Arbeitgebern der Region zählt, und natürlich wie fast jedes Unternehmen inzwischen auch im Wettbewerb um Fachkräfte steht. Denn nicht nur Ärzte, Therapeuten oder Gesundheits-und Krankenpflegerinnen gehören zu den Berufsgruppen des  Gesundheitsanbieters. Alleine im Bereich Bau und Technik beschäftigt der LWL über 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterschiedlichster Art im Kreis Soest. Fast 100 Gebäude müssen ständig gewartet, saniert, umgebaut werden, teilweise unter Beachtung strenger Denkmalschutzauflagen. Bis 2025 will der LWL-PsychiatrieVerbund zudem mit umfangreichen Standortentwicklungsplanungen die Kliniken und Heime auf die Zukunft ausrichten. Millioneninvestitionen sind dafür vorgesehen. Um das alles stemmen zu können, sind Fachkräfte wie die zwei  jungen Ingenieurinnen und der Ingenieur wichtiger ergänzender Bestandteil der technischen Teams. Und sie sind nicht alleine. Unterstützt werden sie von den seit vielen Jahren tätigen Bauingenieurinnen Rita Köller und Andrea Rogel. Sie bilden den Planungsstab vor Ort . Mit der Teamerweiterung haben die Verantwortlichen der Kliniken frühzeitig auf anstehende Entwicklungen reagiert. „Auch wenn wir mit unseren großen Sanierungs-und Neubauprojekten nicht heute sofort beginnen werden, war es mir wichtig die Weichen für eine auskömmliche und fachliche Personalausstattung jetzt bereits aufzubauen. Wir sind quasi in Vorgriff gegangen, um Wissen rechtzeitig zu vermitteln, aber auch um den sich abzeichnenden demografischen Erfordernissen in der Zukunft und den sich weiter verschärfenden Fachkräftemangel frühzeitiger entgegenzutreten“, erläutert der Kaufmännische Direktor, Ottmar Köck, die Einstellungsentscheidungen.

Die „Neuen“ haben ihre Arbeitsfelder bereits gefunden. Unterstützt durch ihre Mentorinnen Andrea Rogel und Rita Köller kümmert sich Johanna Süllentrop um die Raum-und Geländeplanungen. Ihren Master in Raumplanung kann die aus Eickelborn stammende junge Mutter unmittelbar einsetzen. Nikola Sohn zog mit ihrer Familie aus Hamburg nach Lippstadt. In Hamburg war sie als Bauingenieurin für eine große Wohnungsverwaltung tätig. Gute Voraussetzungen, um große und kleine Sanierungsmaßnahmen in Eickelborn, Benninghausen und Warstein zu planen und zu begleiten. Nikola Sohn: „Die Arbeit macht mir riesigen Spaß, ich kann meine Arbeitszeiten optimal mit unseren privaten Angelegenheiten in der Familie koppeln. Das macht es einfach, nach dem Umzug und mit kleinen Kindern hier Fuß zu fassen.“ Und auch David Holtkamp hat seine Entscheidung nicht bereut. Der frisch gebackene Bauingenieur findet beim LWL seine erste Festanstellung. Noch begleitet er seine erfahrene Kollegin Rita Köller in der Maßregelvollzugsklinik in Eickelborn. Schon bald sind erste alleinige Aufgaben für ihn vorgesehen.

„Wir punkten mit umfassenden Unterstützungen, um gerade berufliche Entwicklung und private Interessen im Einklang zu halten. Dazu gehören u. a. Sozialberatungen in familiären Notlagen, flexible Arbeitszeiten und ein hohes Maß an Arbeitsplatzsicherheit,“ so Ottmar Köck weiter. „Wir bemerken im Dienstleistungsbereich unserer Einrichtungen bei Stellenausschreibungen einen leichten positiven Trend, dass junge Menschen wieder ihre Heimatregion als lebens –und arbeitswert neu entdecken. Das gibt uns im Moment ein wenig Hoffnung beim Blick in die Zukunft.“