Gesprächsgruppe startet ab Juni mit neuer Organisation als offenes Angebot

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Leiten ab Juni die Angehörigengruppe der LWL-Tagesklinik und LWL-Institutsambulanz Lippstadt: Simone Bindig (l.) und Silja Scholz. Foto: LWL/Schulte-Nölle

Ein neuer Tag, eine neue Uhrzeit, ein neues Team: Um den Bedürfnissen der Teilnehmer künftig noch besser gerecht zu werden, startet die Angehörigengruppe der Tagesklinik und der Institutsambulanz der Klinik Lippstadt im Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) mit einer neuen Organisationsstruktur in die zweite Jahreshälfte. Ab dem 4. Juni finden Hilfesuchende an jedem ersten Mittwoch im Monat von 17 bis 18.30 Uhr in dem Gebäude Am Nordbahnhof 15 ein offenes Ohr und eine fachlich kompetent angeleitete Möglichkeit zum Austausch.

„Im Sinne der Qualitätssicherung haben wir unser Angebot auf den Prüfstand gestellt“, sagen Simone Bindig und Silja Scholz. Die Psychologische Psychotherapeutin und die Sozialpädagogin sind ab Juni für die Organisation und Moderation der Angehörigengruppe zuständig. Das Etablieren fester Ansprechpartner soll mehr Ruhe in die Gesprächsrunden bringen, die zuvor von zehn Kollegen aus der Tagesklinik und der Institutsambulanz abwechselnd geleitet wurden. „Darüber hinaus haben wir die Gruppen vom Montag auf den Mittwoch geschoben und sie außerdem eine halbe Stunde vorverlegt, um den Termin noch kundenfreundlicher zu gestalten“, sagen Bindig und Scholz.

Was genau bedeutet eigentlich die Krankheit meines Angehörigen? Wie gehe ich mit dieser Krankheit um? Und wo finde ich Entlastung? Antworten auf Fragen wie diese stehen im Zentrum der Angehörigengruppe von LWL-Tagesklinik und LWL-Institutsambulanz Lippstadt. „Viele wissen gar nicht, wie sich eine Psychose, eine Schizophrenie oder eine Depression auswirken und was das mit ihrem Liebsten macht“, wissen die beiden Expertinnen für seelische Gesundheit. Die Folge seien häufig Gefühle von Hilflosigkeit und sogar Schuld: „Ein regelmäßiger Austausch mit anderen Betroffenen kann dieses in Schieflage geratene Selbstbild wieder gerade rücken.“ Auch anerkannte Selbstfürsorgestrategien unterstützen dabei, die Balance wiederzufinden.

Das Besondere: Hilfe finden nicht nur Angehörige von Patienten der LWL-Einrichtungen, sondern alle Angehörigen, die Unterstützung in der Gruppe suchen. „Dass unser Angebot offen für alle ist, ist uns sehr wichtig“, betonen Simone Bindig und Silja Scholz. Das nächste Treffen findet am Mittwoch, 4. Juni, von 17 bis 18.30 Uhr im Raum 316 (2. OG), Am Nordbahnhof 15, statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Fragen im Vorfeld können Interessierte gern unter Telefon 02945/9671-01 stellen. Infos zum Angebot der Tagesklinik und Institutsambulanz gibt es im Internet: www.lwl-klinik-lippstadt.de/ipp