Ein Rohbau mit klarer Perspektive – LWL-Rehabilitationszentrum Südwestfalen

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Über die bislang sehr gelungene Umsetzung des Bauprojekts freuten sich Manfred Maas (Leiter Abteilung Bau und Technik), Chefarzt Bertrand Evertz, Ärztlicher Direktor Dr. Josef Leßmann, Kaufmännischer Direktor Helmut Bauer (vorne, von links), die Architekten Frank Vollprecht und Joachim Wieners vom LWL-Bau- und Liegenschaftsbetrieb sowie Leo Frie (LWL-Referatsleiter Bau und Technik). Foto: LWL/Eva Brinkmann

derwesten-logo-kleinDer Neubau zum LWL-Rehabilitationszentrum Südwestfalen nimmt Gestalt an. Den rasanten Fortschritt des vor einem Jahr begonnenen Bauprojekts hat die Rehabilitationseinrichtung, die zur Klinik Warstein des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) gehört, jetzt mit einem großen Richtfest gefeiert. Zahlreiche Beschäftigte des LWL aus Warstein und Lippstadt feierten gemeinsam mit Vertretern des LWL-Bau- und Liegenschaftsbetriebs, den am Bau beteiligten Firmen, Kooperationspartnern sowie natürlich den Rehabilitandinnen und Rehabilitanden.

Sich immer wieder neu aufzustellen – diesem Ziel sei die ehemalige Fachklinik „Stillenberg“ einen großen Schritt näher gerückt, sagte der Ärztliche Direktor Dr. Josef Leßmann. „Die hohe Behandlungsqualität wird nun durch ein Gebäude ergänzt, das mehr ist als ‚State of the Art’“, betonte der Kaufmännische Direktor Helmut Bauer. „Der Neubau kann sich sehr gut in die denkmalgeschätzte Struktur integrieren. Dies könnte zukunftweisend sein für weitere Bauprojekte“, verwies Bauer außerdem auf eine Besonderheit, die es in dieser Form auf dem LWL-Gelände noch nicht gibt: Das neue Bettenhaus wird mit den angrenzenden, denkmalgeschützten Häusern 55 und 56 direkt verbunden. Somit entstehe ein harmonisches Gebäudeensemble, das eine wirtschaftliche Nutzung gewährleistet, ohne die Belange des Denkmalschutzes zu vernachlässigen.

Chefarzt Bertrand Evertz freute sich, gemeinsam mit den Stationsteams das vielfältige, modulare Therapieangebot künftig noch besser umsetzen zu können. „Hier entsteht eine gute Heimat für die Suchtrehabilitation“, ist Evertz überzeugt. „Die wunderschöne Aussicht auf den Klinikpark kann die Patienten dabei unterstützen, selbst eine klare, positive Perspektive zu entwickeln.“ Welche Herausforderungen bereits zu meistern waren, verdeutlichte Architekt Joachim Wieners vom LWL-Bau- und Liegenschaftsbetrieb: „Hier entstehen 6000 Quadratmeter Nutzfläche. Eine riesige Baumasse, die wir ins Gelände integrieren mussten.“ Alle Beteiligten lobten die hervorragende Zusammenarbeit und dankten den beteiligten Firmen für die sehr gute Umsetzung. Entsprechend begeistert waren die Gäste, die das Gebäude bei geführten Rundgängen in Augenschein nehmen konnten.

140528richtfest-reha2Der Neubau gliedert sich in einen viergeschossigen Mittelbau und zwei rückwärtige drei- und viergeschossige, kammförmige Baukörper. Auf vier Stationen mit insgesamt 84 Therapieplätzen werden die Rehabilitanden in Ein- und Zweibettzimmern wohnen, die alle mit einem eigenen Duschbad ausgestattet sind. In den benachbarten Gebäuden 55 und 56 entstehen Räumlichkeiten für Leitung und Verwaltung, zentrale Dienste sowie Gruppen- und Therapieräume. Zwischen den Gebäuden ist im Eingangsbereich ein großzügiger Vorplatz mit hoher

Aufenthaltsqualität geplant. Zur Rückseite hin passt sich der Neubau der ansteigenden Topografie an. Hier wird unter anderem ein begrünter, ruhiger Gartenhof angelegt. Die Eröffnung ist im August 2015 geplant. Das Kostenvolumen für das Gesamtprojekt beträgt 11,2 Millionen Euro.

Insgesamt verfügt der LWL in Warstein über 110 Betten für die stationäre Rehabilitation Suchtkranker. Menschen aus der Region und darüber hinaus, die von Alkohol, Medikamenten oder illegalen Drogen abhängig sind, werden dort behandelt. Finanziert werden die Rehabilitationsmaßnahmen durch die Deutsche Rentenversicherung Westfalen (DRV).