Archiv für den Tag: 3. Februar 2018

„(Wie) macht uns unser Leben krank?“ – Experten gehen beim Psychotherapie-Symposion der LWL-Kliniken den Auswirkungen von Belastungen auf den Grund

Viele Menschen verzweifeln an den Belastungen des alltäglichen Lebens, was letztlich zu einer psychischen Erkrankung führen kann. Jedoch steht die Art, Intensität und Dauer einer solchen Belastung nicht zwangsläufig in Relation zum Grad der Erkrankung. Welche Faktoren dabei zum Tragen kommen und welche Möglichkeiten der Prävention und Intervention bestehen, damit setzen sich Fachleute am Dienstag, 13. März, beim 29. Warsteiner Psychotherapie-Symposion auseinander. Die Tagung, die vom Fort- und Weiterbildungszentrum der LWL-Kliniken im Kreis Soest veranstaltet wird, steht unter dem Thema: „Das gehetzte Ich – (wie) macht uns unser Leben krank?“. Anmeldungen bei der Einrichtung des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) sind noch möglich.

Im Anschluss an die Begrüßung durch Dr. Volkmar Sippel, Ärztlicher Direktor der LWL-Kliniken Lippstadt und Warstein, wird LWL-Krankenhausdezernent Prof. Dr. Meinolf Noeker in die Thematik einführen.  Zentralen Raum nimmt dabei die Resilienz ein, also die psychische Widerstandskraft. Ihr widmen sich Dr. Donya Gilan und Prof. Dr. Klaus Lieb vom Resilienz-Zentrum der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz anschließend in ihrem Vortrag. Dieses Thema greift auch Prof. Dr. Albert Lenz (Paderborn) auf, der Ergebnisse seiner Forschungen auf dem Gebiet von Kindern psychisch erkrankter Eltern vorstellt. Dass neben posttraumatischen Belastungsstörungen auch ein „Psychotraumatisches Wachstum“ möglich ist, haben Studien ergeben, über die Ulrich Kerzbeck vom Traumainstitut Bünde informiert. Weitere Vortragsthemen sind „Recovery – Veränderungsprozesse bei Betroffenen und Angehörigen“ (Prof. Dr. Michael Schulz, Bielefeld), „Umgang mit schweren körperlichen Erkrankungen“ (Dr. Ewald Rahn, Chefarzt der Allgemeinen Psychiatrie an den LWL-Kliniken Lippstadt und Warstein), „Frauen leiden anders – Depression und Gender“ (PD Dr. Elisabeth Frieß, München) sowie das Oberthema der Veranstaltung, „Das gehetzte Ich – (wie) macht uns unser Leben krank?“, zu dem Dr. Sippel referiert.

Die Teilnehmenden erhalten in Workshops die Gelegenheit, in diese sowie weitere aktuelle Themenfelder vertiefend einzusteigen. Die Veranstaltung beginnt um 9.30 Uhr, Einlass ist von 8.45 Uhr an.

>> Anmeldung und nähere Informationen