Christof Sommer erneut Vorsitzender des Forensik-Beirats Eickelborn

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Die dreiköpfige Klinikleitung des LWL-Zentrums für Forensische Psychiatrie Lippstadt mit Bernd Sternberg, Dr. Nahlah Saimeh und Helmut Bauer (v.l.) sowie der LWL-Maßregelvollzugsdezernent Tilmann Hollweg (r.) gratulieren dem frisch gewählten Beiratsvorsitzenden Christof Sommer (4.v.l.) und seinem Stellvertreter Hans-Joachim Kayser. Foto: LWL/Schulte-Fischedick

Der Beirat des LWL-Zentrums für Forensische Psychiatrie Lippstadt ist mit acht neuen Mitgliedern in eine neue, ausnahmsweise sechsjährige Amtszeit gestartet. Bei der konstituierenden Sitzung am Montag (30.3.) haben die insgesamt 25 Beiratsmitglieder erneut Christof Sommer, den Bürgermeister der Stadt Lippstadt, zu ihrem Vorsitzenden gewählt; ebenfalls wiedergewählt wurde Hans-Joachim Kayser als Stellvertreter. Der Beirat tagt vierteljährlich in der forensischen Klinik des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in Eickelborn und berät die Klinikleitung bei aktuellen Fragen aus dem Blickwinkel der Öffentlichkeit.
Der Eickelborner Forensik-Beirat stehe für eine lange und gute Tradition des offenen Austausches zwischen der Klinikleitung und der lokalen Öffentlichkeit, sagte Dr. Nahlah Saimeh, Ärztliche Direktorin des LWL-Zentrums für Forensische Psychiatrie zu Beginn der Sitzung. „Im Gespräch mit den Beiratsmitgliedern bekommen wir einen wertvollen Außenblick auf unsere Arbeit“, so Saimeh. Die Klinikleitung profitiere davon, aktuelle Fragen oder Planungen mit gut informierten Außenstehenden diskutieren zu können, während die Beiratsmitglieder als Vermittler nach draußen fungierten.

In den kommenden Sitzungen möchte der Beirat sich zunächst grundlegenden Themen widmen wie dem Sicherheitskonzept, dem Lockerungssystem, der Patientenstruktur und den Behandlungsansätzen des LWL-Zentrums. Bei einem Besuch der Klinik wird der Beirat einen Einblick in die inneren Abläufe erhalten. Auch die finanzielle Situation des Maßregelvollzuges und die Personalsituation der Klinik möchte der Beirat weiter thematisieren.

Der Beirat repräsentiert ein breites Spektrum gesellschaftlicher Gruppen aus dem Umfeld der Klinik: So sind mit Antonius Schütte, Hubert Diederich und Josef Franz die Ortsvorsteher sowohl von Eickelborn selber als auch der umliegenden Gemeinden Lohe und Benninghausen vertreten. Kuhnhard Graf von Plettenberg vertritt die Bürgerinitiative „Sicherheit vor Therapie“, Birgit Robohm die Schulen und Kindertagesstätten der Umgebung und Martin Müser die lokalen Vereine. Die politischen Fraktionen im Rat der Stadt Lippstadt sind ebenso im Beirat vertreten wie die Polizei, die Feuerwehr, die Justiz, die Gewerkschaften, die freie Wohlfahrtspflege, die lokale Presse sowie die katholische und die evangelische Kirche. Mitglied vonseiten der Stadt Lippstadt ist der Leiter des Fachbereichs Familie, Schule und Soziales, Manfred Strieth.

Die Beiratsmitglieder werden zur Hälfte vom Rat der Stadt Lippstadt und vom LWL vorgeschlagen, berufen werden sie vom LWL-Gesundheits- und Krankenhausausschuss, in dem Politiker der LWL-Mitgliedsstädte und -kreise sitzen. Aufgrund der verlängerten Laufzeit der aktuellen Kommunalwahlperiode sind parallel dazu auch die Beiratsmitglieder für sechs Jahre gewählt.

Das LWL-Zentrum für Forensische Psychiatrie Lippstadt ist mit 309 Plätzen eine der größten Fachkliniken deutschlandweit für die Behandlung und Sicherung von psychisch kranken Straftätern. Lange vor der gesetzlichen Verpflichtung zur Beiratsgründung hat das LWL-Zentrum die kritisch-konstruktive Begleitung eines Beirats gesucht. Mit nunmehr 30 Jahren Beiratsarbeit kommt dem Eickelborner Forensik-Beirat somit eine Vorreiterrolle zu.