Archiv der Kategorie: LWL-Rehabilitationszentrum Südwestfalen

Auf dieser Seite finden Sie Beiträge mit Auszug und Bild, die dem LWL-Rehabilitationszentrum Südwestfalen (LWL-Klinik Warstein) zugeordnet wurden. Sie können sich außerdem eine tabellarische Auflistung der Beiträge anzeigen lassen.

Traineeprogramm: Führungsnachwuchs im Krankenhaus

TRAINEEPROGRAMM Führungsnachwuchs im Krankenhaus

Das BBDK organisiert Programme, an dem sich auch die LWL-Kliniken Lippstadt und Warstein beteiligen, zur Qualifizierung von Nachwuchskräften für Führungsaufgaben im Krankenhausmanagement. In diesem Zusammenhang startet am 1. März 2019 ein 24-monatiges

Traineeprogramm
„Führungsnachwuchs im Krankenhaus“

für Hoch- und Fachhochschulabsolventen mit betriebswirtschaftlichem Abschluss sowie
Wirtschaftswissenschaftler, Juristen, Ingenieure, Ärzte und Pflegekräfte mit Studienabschluss.

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„Mit gutem Rüstzeug in die Praxis starten“: 18 Absolventen der LWL-Akademie erhalten Examen als Gesundheits- und Krankenpfleger

Schulleiterin Anja Henrichs (rechts) gratulierte mit Pflegedirektor Magnus Eggers und Kursleiter Jürgen Schulte (von links) den Absolventen der LWL-Akademie für Gesundheits- und Pflegeberufe zum Examen. Foto: LWL/Eva Brinkmann

Schulleiterin Anja Henrichs (rechts) gratulierte mit Pflegedirektor Magnus Eggers und Kursleiter Jürgen Schulte (von links) den Absolventen der LWL-Akademie für Gesundheits- und Pflegeberufe zum Examen. Foto: LWL/Eva Brinkmann

Ihr Können in Theorie und Praxis eindrucksvoll unter Beweis gestellt haben 18 Absolventen der LWL-Akademie für Gesundheits- und Pflegeberufe Lippstadt. Nach bestandener Abschlussprüfung konnten sie jetzt ihre Examensurkunden entgegen nehmen. Hinter ihnen liegt eine dreijährige Ausbildung an der Lehreinrichtung der Kliniken des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) in Lippstadt und Warstein.

„Persönlich und fachlich wurden hohe Anforderungen an Sie gestellt“, sagte Schulleiterin Anja Henrichs bei einer Feierstunde. Die Absolventen verfügten nun „über ein Fundament, Entwicklungen in der Pflege aktiv mit zu gestalten“, einer Berufsgruppe, die „für die Gesellschaft unverzichtbar ist“. Über „hervorragende“ Leistungen freute sich Pflegedirektor Magnus Eggers, der für die Betriebsleitung gratulierte. Er dankte insbesondere auch den Praxisanleitern in den Stationen. „Sie können mit gutem Rüstzeug in die Praxis starten. Ich wünsche Ihnen, dass Sie mit hoher Zufriedenheit lange im Beruf bleiben“, gab er den nun ehemaligen Auszubildenden mit auf den Weg, von denen mehrere direkt in den Pflegedienst der beiden psychiatrischen Kliniken übernommen werden. Den Glückwünschen schloss sich Heinrich Graskamp, stellvertretender Personalratsvorsitzender, für die Mitarbeitervertretung an.

Das Examen in der Gesundheits- und Krankenpflege bestanden haben: Anna Aracic, Kristina Bertelsmeier, Joana Bremerich, Lena Büche, Agnieszka Dzioba, Stephanie Hagenkamp, Marco Kampmann, Danny Kennedy, Melanie Koroljow, Desirée Kraft, Kendra Mair, Felix Piontek, Sonia Ratte, Isabell Schlieper, Timo Stenzel, Christian Uphoff, Jonas Vogt und Luca Wicker.

Offene Akutstationen und Behandlung auf Augenhöhe: Neuer Chefarzt Dr. Sascha Dargel möchte Veränderungsprozess an LWL-Kliniken mit gestalten

Der Ärztliche Direktor Dr. Ewald Rahn (rechts) heißt Dr. Sascha Dargel als Chefarzt des Zentrums für Sozialpsychiatrie willkommen. Foto: LWL/Eva Brinkmann

Der Ärztliche Direktor Dr. Ewald Rahn (rechts) heißt Dr. Sascha Dargel als Chefarzt des Zentrums für Sozialpsychiatrie willkommen. Foto: LWL/Eva Brinkmann

Eine Behandlung auf Augenhöhe, mit psychisch erkrankten Menschen gemeinsam Ziele zu definieren und Entscheidungen zu treffen: Dr. Sascha Dargel setzt auf eine Haltung der Wertschätzung und befürwortet eine größere Autonomie der Patientinnen und Patienten. Der Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie hat die chefärztliche Leitung des neuen Zentrums für Sozialpsychiatrie an den LWL-Kliniken Lippstadt und Warstein übernommen. Dieses umfasst jeweils die Akutstation sowie eine Station für Psychose-Erkrankte an den beiden Psychiatrien des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) im Kreis Soest. Weiterlesen

Sommertour führt Wolfgang Hellmich nach Warstein: LWL-Klinik steht auf Besuchsplan des Bundestagsabgeordneten

Trafen sich zum informativen Austausch in der LWL-Klinik Warstein (von links): Dr. Ewald Rahn (Ärztlicher Direktor), Stefan Redder (Erster Beigeordneter und Stadtkämmerer), Wolfgang Hellmich MdB, Guido Langeneke (stellvertretender Pflegedirektor) und Ottmar Köck (Kaufmännischer Direktor). Foto: LWL/Eva Brinkmann

Trafen sich zum informativen Austausch in der LWL-Klinik Warstein (von links): Dr. Ewald Rahn (Ärztlicher Direktor), Stefan Redder (Erster Beigeordneter und Stadtkämmerer), Wolfgang Hellmich MdB, Guido Langeneke (stellvertretender Pflegedirektor) und Ottmar Köck (Kaufmännischer Direktor). Foto: LWL/Eva Brinkmann

Über aktuelle Strukturen und Entwicklungen in Warstein hat sich Wolfgang Hellmich jetzt vor Ort ein Bild gemacht. Im Rahmen seiner Sommertour durch den Kreis Soest kam der hiesige SPD-Bundestagsabgeordnete zum informativen Austausch mit Vertretern der Klinik des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) zusammen.

Wie die psychiatrische Fachklinik sich verändernden Krankheitsbildern mit neuen spezialisierten Angeboten entgegentritt, berichtete der Ärztliche Direktor Dr. Ewald Rahn. So führten die zum Teil rasanten Entwicklungen in unserer Gesellschaft dazu, dass speziell jüngere Menschen zunehmend Probleme hätten, Fuß zu fassen. Die LWL-Kliniken Lippstadt und Warstein hätten darauf reagiert, indem neue Schwerpunkte geschaffen worden und Netzwerkstrukturen, zum Beispiel mit Jobcentern und Jugendämtern, intensiviert worden seien, teilte der stellvertretende Pflegedirektor Guido Langeneke mit. Eine besondere Herausforderung sieht die Klinik-Betriebsleitung in der Gewinnung neuer Mitarbeiter im ländlichen Raum. Durch die Gestaltung attraktiver Arbeitsplätze soll dem Fachkräftemangel entgegengewirkt werden, so der Kaufmännische Direktor Ottmar Köck. Hier hoffe man jedoch auf mehr Unterstützung seitens der Bundesregierung durch die Schaffung entsprechender Rahmenbedingungen, vor allem für Mediziner und Pflegende. Weiterlesen

Am Seeufer entlang unterm Regenbogen: Starkes LWL-Team startet beim 7. Sparkassen-Firmenlauf vor malerischer Kulisse

Für einige ist es schon zu einer kleinen Tradition geworden: Kurz vor den Sommerferien geht’s mit den Kolleginnen und Kollegen zum Firmenlauf an den Möhnesee. Auch wenn sich der Himmel diesmal bedrohlich verfinsterte, ließen sich zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der LWL-Einrichtungen in Lippstadt und Warstein nicht abschrecken. Somit hatte der Landschaftsverband auch beim 7. Sparkassen-Firmenlauf ein mitgliedsstarkes Team am Start. Insgesamt nahmen 4000 Teilnehmende von der Seebühne in Körbecke aus die 6,3 Kilometer lange Strecke in Angriff. Weiterlesen

„Mehr Transparenz und Teamorientierung“: Arbeit in ambulanten Strukturen psychiatrischer Kliniken wird laut Studien als weniger belastend erlebt

Mit dem angestrebten Ausbau ambulanter Strukturen verändert sich die berufliche Praxis an psychiatrischen Krankenhäusern. Arndt Schlubach, M.A. Health Administration, hat sich in seiner Masterarbeit mit den Auswirkungen auf die Arbeitsbedingungen in der Psychiatrie befasst und wird im Rahmen der Fachtagung „Alles ambulant oder was?“ der Kliniken des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) im Kreis Soest und in Paderborn hierzu referieren. An den LWL-Kliniken Lippstadt und Warstein ist Schlubach zuständig für Projektmanagement und Versorgungsforschung. Wir haben mit Arndt Schublach gesprochen. Weiterlesen

„Alles ambulant oder was?“ – Kooperations-Tagung der LWL-Kliniken im Kreis Soest und Paderborn beschäftigt sich mit den Auswirkungen neuer Versorgungsformen auf die Beschäftigten

Haben die Kooperations-Fachtagung der LWL-Kliniken Paderborn, Lippstadt und Warstein federführend organisiert (von links): Rita Wächter, Kerstin Albrecht, Arndt Schlubach, Daniela Schröder, Monika Seewald, Magnus Eggers und Olga Elscheidt. Foto: LWL/Eva Brinkmann

Haben die Kooperations-Fachtagung der LWL-Kliniken Paderborn, Lippstadt und Warstein federführend organisiert (von links): Rita Wächter, Kerstin Albrecht, Arndt Schlubach, Daniela Schröder, Monika Seewald, Magnus Eggers und Olga Elscheidt. Foto: LWL/Eva Brinkmann

Demografischer Wandel, steigende Ausgaben und ein spürbarer Fachkräftemangel stellen das deutsche Gesundheitssystem vor erhebliche Herausforderungen. Vielfach werden neue Modelle erprobt, damit Krankenhäuser ihrem Versorgungsauftrag auch zukünftig gerecht werden können. Eine gemeinsam von den Kliniken des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) im Kreis Soest und in Paderborn an zwei Tagen ausgerichtete Fachtagung bringt renommierte Wissenschaftler und Akteure aus der Praxis zusammen, um sich unter dem Titel „Alles ambulant oder  was?“ diesem Thema intensiv zu widmen.

Fachgesellschaften wie die DGPPN (Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde) fordern schon lange einen konsequenten Abbau bürokratischer Hürden zwischen den einzelnen Bereichen der Gesundheitsversorgung. Die neuesten Anpassungen des Gesetzgebers fordern Behandlung und Pflege für Patienten des Krankenhauses in deren häuslichem Umfeld. Der Fokus der Behandlung in den Psychiatrien richtet sich demnach zukünftig noch weiter auf individuelle, flexiblere Angebote außerhalb der Klinik und weniger auf die Behandlung im Krankenhausbett. Für die positiven Wirkungen dieser Form der Behandlung auf  Patientinnen und Patienten gibt es mittlerweile vielzählige wissenschaftliche Belege. Mögliche Auswirkungen dieser sektorenübergreifenden und ambulanten Versorgungsformen auf die sowieso schon stark belastetsten Beschäftigten  sind dagegen weniger gut erforscht.  Weiterlesen

Respekt und Anerkennung für ein suchtmittelfreies Leben: Ehemalige Klientinnen und Klienten des LWL-Rehabilitationszentrums Südwestfalen feiern ihre Abstinenz

In einem Fachvortrag informierte Chefärztin Dr. Irene Faupel zum Thema „Sucht und Alter“.

In einem Fachvortrag informierte Chefärztin Dr. Irene Faupel zum Thema „Sucht und Alter“. Foto: LWL/Rainer Schorlau

Den Einstieg in ihren Ausstieg aus der Suchterkrankung haben sich – trotz des angesagten widrigen Wetters – etwa 150 ehemalige Klientinnen und Klienten des LWL-Rehabilitationszentrums Südwestfalen in Erinnerung gerufen. Gemeinsam mit den aktuellen Rehabilitanden feierten sie am Samstag (23. Juni) in dem zur Klinik Warstein des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) gehörenden Rehabilitationszentrum ihre oft schon viele Jahre währende Abstinenz von Alkohol, illegalen Drogen oder Medikamenten. Dabei boten sich viele Gelegenheiten zum gegenseitigen Austausch.

Der Tag begann mit einem Fachvortrag der Chefärztin Dr. Irene Faupel mit dem Thema „Sucht und Alter“. Ein Höhepunkt der Veranstaltung war die Ehrung der Teilnehmenden, die bereits seit zehn, 15 und sogar seit 30 Jahren ein suchtmittelfreies Leben führen. In ihrer Ansprache unterstrich die therapeutische Leiterin des Rehabilitationszentrums, Christine Enste, das enorme Durchhaltevermögen und die Disziplin, die erforderlich sind, um solche Leistungen zu vollbringen.

Neben der Möglichkeit, das Psychiatrie-Museum und die unterirdischen Katakomben der LWL-Klinik Warstein zu besichtigen, wurden Führungen durch den Anfang 2016 bezogenen Neubau des Rehabilitationszentrums angeboten. Auf großes Interesse stieß dabei auch die Ausstellung mit Fotografien aus Deutschland und fernen Ländern von Gernot Disselhoff, die derzeit in den Fluren des Neubaus gezeigt wird.

Anschließend konnten die ehemaligen Rehabilitanden das Gespräch mit „ihren“ früheren Therapeutinnen und Therapeuten suchen. Jenen Klientinnen und Klienten, die sich derzeit zur Therapie im LWL-Rehabilitationszentrum befinden, half die Begegnung mit den Ehemaligen dabei, Motivation zu tanken, um in ihrem Ziel, dauerhaft abstinent zu leben, nicht nachzulassen.

Von Achtsamkeit bis Zwangsstörungen: Halbjahresprogramm des LWL-Fort- und Weiterbildungszentrum erschienen – Spezielle Englisch-Schulung für Pflegende

Das Team des FWZ Warstein stellte das neue Halbjahresprogramm vor (von links): Leiterin Daniela Schröder, Stephanos Kariotis, Olga Elscheidt und Reinhild Schmidt. Foto: LWL/Eva Brinkmann

Das Team des FWZ Warstein stellte das neue Halbjahresprogramm vor (von links): Leiterin Daniela Schröder, Stephanos Kariotis, Olga Elscheidt und Reinhild Schmidt. Foto: LWL/Eva Brinkmann

Passgenaue Seminare für Beschäftigte im Sozial- und Gesundheitswesen anzubieten, darauf ist das Fort- und Weiterbildungszentrum (FWZ) der LWL-Kliniken im Kreis Soest seit nunmehr fast 20 Jahren spezialisiert. Das Institut in Trägerschaft des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) hat jetzt sein Programmheft für das zweite Halbjahr 2018 veröffentlicht. Darin enthalten sind vielfältige Fortbildungsangebote, deren Themenspektrum von „Achtsamkeit“ bis „Zwangsstörungen“ reicht.

„In Zeiten zunehmender personeller Engpässe ist es für Gesundheitseinrichtungen nicht immer möglich, Mitarbeiter für mehrtägige Seminare freizustellen“, sagt Magnus Eggers, Pflegedirektor der LWL-Kliniken Lippstadt und Warstein. „Daher freuen wir uns, dass das FWZ auch mehrere Tagesfortbildungen zu ausgewählten psychiatrischen Erkrankungen wie zum Beispiel Depressionen, Persönlichkeitsstörungen, Anpassungsstörungen und erstmals auch dem ‚Messie-Syndrom‘ anbietet. Somit ist es möglich, auch weiterhin eine umfassende Qualifizierung sowie eine über das übliche Maß hinaus gehende Spezialisierung der Beschäftigten zu gewährleisten.“

Neu im Programm ist die Fortbildung „Englisch im Gesundheitswesen/Englisch für Pflegende“. „Gerade vor dem Hintergrund der Zuwanderung von Flüchtlingen, aber auch der Betreuung ausländischer Patienten, bietet diese Schulung Hilfe und Unterstützung in Situationen, in denen sprachliche und kulturelle Barrieren eine vertrauensvolle Betreuung verhindern würden“, erläutert Daniela Schröder, die das FWZ seit dem 1. Mai leitet. Neben Seminaren zu bestimmten Krankheitsbildern und Therapieverfahren bietet das Institut auch Fortbildungen zu aktuellen sozialrechtlichen Themen, etwa dem Bundesteilhabegesetz oder der Pflege- und Teilhabereform, an. Wieder ins Programm aufgenommen wurden EDV-Schulungen für den Arbeitsalltag.

Die Bildungsangebote des FWZ mit Sitz in Warstein stehen Fachkräften aller Einrichtungen im Sozial- und Gesundheitswesen offen. Das neue Programmheft kann kostenlos bestellt werden.

„Dichtes Netz an Informationen geknüpft“: Verbessertes Dokumentationssystem an LWL-Kliniken sorgt für mehr Transparenz und Effizienz in der Patientenversorgung

Haben in einer Kerngruppe das Projekt entwickelt und durchgeführt (von links): Trainee Jennifer Mose, die Projekt-Auftraggeber Guido Langeneke (Pflegedienstleitung) und Helene Unterfenger (Chefärztin), Projektleiter Arndt Schlubach und die Leitungen der gerontopsychiatrischen Stationen, Margret Gumbinger, Alfons Roderfeld und Caroline Gottlob. Foto: LWL/Eva Brinkmann

Viele Patienten in Krankenhäusern kennen das: Sei es bei der Aufnahme, beim Erstkontakt mit Ärzten und Pflegekräften oder beim Gespräch mit dem Sozialdienst – immer wieder sind Angaben zur eigenen Person und dem Grund, warum man sich in Behandlung befindet, erforderlich. Mit einem verbesserten Dokumentationssystem möchten die Kliniken des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) in Lippstadt und Warstein dem zukünftig entgegenwirken. Darüber hinaus sollen die Entwicklung der Patienten sowie auch bestimmte Risiken, etwa Dekubitus- oder Sturzgefahr, für alle am Behandlungsprozess Beteiligten verständlich und systematisch erfasst werden. Die Ergebnisse eines hierzu in der Abteilung Gerontopsychiatrie gestarteten Pilotprojekts wurden jetzt vorgestellt.

„Bislang hatte jede Berufsgruppe einen eigenen Dokumentationsbereich. Indem wir für die Gerontopsychiatrie berufsgruppenübergreifend die Systematik weiterentwickelt haben, kann nun jeder mit den Angaben seiner Kolleginnen und Kollegen mehr anfangen“, berichtet Guido Langeneke, Leiter des Pflegedienstes der gerontopsychiatrischen Abteilung und stellvertretender Pflegedirektor. „Dabei war uns wichtig, dass der Dokumentationsaufwand keinesfalls erhöht, sondern nur anders wird.“

„Wir haben ein dichtes Netz an Informationen geknüpft“, sagt Helene Unterfenger, Chefärztin der Gerontopsychiatrie. „Wir müssen bestimmte Kriterien belegen, nach denen sich die Verweildauer der Patienten richtet, und an beiden Standorten stehen wir jetzt gut da. Die Qualität unserer Dokumentation und die Kommunikation unter den verschiedenen Berufsgruppen haben sich verbessert. Der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK), die Ärztekammer, aber auch Angehörige wissen eine suffiziente Dokumentation zu schätzen.“

 „Wir als Kliniken überprüfen unsere eigenen Arbeitsprozesse, schaffen mehr Transparenz und erhöhen somit letztlich die Qualität und Effizienz der Behandlung“, fasst Projektleiter Arndt Schlubach, bei den LWL-Kliniken zuständig für Projektmanagement und Versorgungsforschung, zusammen. Doppelte Tätigkeiten würden vermieden, so dass unterm Strich mehr Zeit für die Patienten zur Verfügung stehe. „Selbstverständlich ist uns dabei bewusst, dass sehr sensible Daten dokumentiert werden, die nur gemäß der geltenden Datenschutzverordnung verwendet werden dürfen.“

Bis zu 40 Teilnehmer waren abteilungs- und berufsgruppenübergreifend in das Projekt eingebunden. Dabei wurden z.B. Leistungskomplexe festgelegt und diesen einzelne Behandlungsbausteine zugeordnet. Entstanden ist eine schlanke und nachvollziehbare Übersicht zur Entwicklung jedes Patienten und der individuell getroffenen Maßnahmen zur Behandlung und Pflege. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen jetzt, ebenfalls unter Beteiligung des Qualitätsmanagements und weiterer Abteilungen, für die gesamten Kliniken verfügbar gemacht werden, kündigte die Betriebsleitung an.