Peter Kaufmanns Vorschlag für Gesundheits- und Fitnessbox bereichert BGM

2013-10-07_Fitnessbox_medien

Möchten mit den Gesundheits- und Fitnessboxen mehr Bewegung in den beruflichen Alltag bringen: Ideengeber Peter Kaufmann (Mitte) und seine beiden Arbeitskollegen aus der Sporttherapie des LWL-Zentrums für Forensische Psychiatrie Lippstadt, Mirko Stellmacher und Barbara Dechange (vorne), sowie Gerrit Jungk, Stephanie Knop und Hubertus Wagener (DAK-Bezirksleiter): Foto: LWL/Schulte-Nölle

Er lässt sich zu zweit besonders gut tragen und fördert damit schon beim Abholen die gemeinsame Aktivität, enthält acht Mal die Möglichkeit zur Bewegung und liefert die Anleitung zur richtigen Ausführung gleich mit: Ab sofort hält die Abteilung Personal und Recht für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der LWL-Gesundheitseinrichtungen im Kreis Soest sogenannte Gesundheits- und Fitnessboxen bereit.

Die Idee dazu stammt von Peter Kaufmann, Leiter der Ergotherapie und Sporttherapie des LWL-Zentrums für Forensische Psychiatrie Lippstadt. Seine Anregung für mehr und effiziente Bewegung am Arbeitsplatz wurde jetzt im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) umgesetzt.

„Mir geht es darum, gezielte Aktivität noch stärker in den Alltag zu integrieren und damit auch dem Bewegungsmangel am Arbeitsplatz vorzubeugen“, erklärt Peter Kaufmann. Der Bewegungsexperte hat selbst jahrelang Leistungssport getrieben und an Wettkämpfen teilgenommen. Bis sich Gelenkprobleme einstellten. Daher sind die Übungen, die mit dem Inhalt der Sportkoffer absolviert werden können, allesamt gelenkschonend und gleichzeitig -stabilisierend. Und das Beste daran: Jede der Übungen nimmt nur wenige Minuten Zeit in Anspruch und kann bequem am Arbeitsplatz durchgeführt werden.

Zusammengestellt und getestet hat Peter Kaufmann die Bewegungseinheiten gemeinsam mit seinen Kollegen Barbara Dechange und Mirko Stellmacher. Zu dritt überlegten die Sporttherapeuten, welche Übungen im jeweiligen Arbeitsumfeld – von der Wohngruppe bis zum Büro – überhaupt ausgeführt werden können und welche Utensilien dafür benötigt werden. Auf diese Weise entstand mit der Idee zur Gesundheits- und Fitnessbox auch ein Handbuch, das – in Eigenregie und mit viel Spaß erstellt – über Farbfotos anschaulich illustriert, wie die verschiedenen Bewegungsabläufe richtig aussehen sollten. Fehlanwendungen sollen so vermieden werden.

Jeder Koffer enthält ein Thera-Band, drei sogenannte Footbags, ein Paar Hanteln, ein Paar Tiefenmuskeltrainer „Brazil“, einen Redondo-Ball, einen kleinen Anti-Stress-Ball, einen Aero-Step und eine Stoppuhr. Gesponsert wurden die Materialien von der DAK, die bereits seit vier Jahren eng mit dem BGM der LWL-Gesundheitseinrichtungen im Kreis Soest zusammenarbeitet.

Zum Start des Angebots stehen zunächst fünf Gesundheits- und Fitnessboxen bereit, die von Stationen, Wohngruppen, Tagesstätten oder einzelnen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern insgesamt vier Wochen lang ausgeliehen werden können. „Wenn sich eine entsprechende Nachfrage entwickelt, schaffen wir gerne auch weitere Boxen an“, stellt Stephanie Knop vom BGM in Aussicht.

Von den Sportboxen können insbesondere auch Beschäftigte profitieren, die zum Beispiel aufgrund häufiger Nachtschichten nicht die Möglichkeit haben, die weiteren BGM-Angebote zu nutzen.