Gesundheit für Seele und Körper: Neue Station AW06 für Verhaltensmedizin bietet breites therapeutisches Spektrum für Patienten mit Mehrfacherkrankungen

AW06Frische Kunst in neuen Räumen: Zum Abschluss ihrer Aktion „Flower for Life“ hat die Krankenkasse DAK-Gesundheit der Klinik Warstein im Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) jetzt fünf Blumenbilder überreicht. Die 60 mal 60 Zentimeter großen Kunstwerke entstanden im Rahmen eines bundesweiten Malwettbewerbs, bei dem seit 2007 Künstler, Prominente und Patienten mit fröhlichen floralen Motiven die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe unterstützen. Die fünf gespendeten Leinwände zieren ab sofort die Flure der neuen Station AW06 für Verhaltensmedizin der Abteilung Allgemeine Psychiatrie und finden damit auch mit Blick auf die Ausrichtung der neuen Station einen passenden Rahmen, wie Dr. Ewald Rahn sagt.

„Patienten mit einer primären psychischen Störung leiden immer häufiger zusätzlich an körperlichen Beeinträchtigungen – und umgekehrt“, erklärt der Chefarzt der Abteilung Allgemeine Psychiatrie. So seien immer mehr Patienten übergewichtig, litten zum Beispiel aufgrund eines Bandscheibenvorfalls unter Schmerzen, wiesen allgemein Störungen im gesundheitsbezogenen Verhalten auf oder hätten mit den Folgen eines Schlaganfalls zu kämpfen. Diese Problemlagen bilden den therapeutischen Schwerpunkt der neuen Station für Verhaltensmedizin. „Über unseren Primärauftrag der Wiederherstellung der seelischen Gesundheit hinaus wollen wir bei begleitenden körperlichen Erkrankungen früh intervenieren, um langfristige Schäden zu vermeiden“, bringt es Dr. Rahn auf den Punkt.

Dr. Ewald Rahn, Chefarzt

Dr. Ewald Rahn, Chefarzt

„Erst wenn der Patient versteht, was genau seine Krankheit ist und wie sie sich zeigt, und wenn er weiß, welche Möglichkeiten er hat, mit seiner Krankheit umzugehen – wie er zum Beispiel Stress vermeiden und Motivationstiefs umgehen kann –, kann er ihr aktiv entgegenwirken“, erklärt Dr. Ewald Rahn. So umfasst das verhaltensmedizinische Behandlungsangebot außer einem psychotherapeutischen Ansatz auch Bewegungstherapie, Kunsttherapie und eine allgemeinmedizinische Versorgung.

Hauptziele sind dabei die Vermittlung wirksamer Instrumente im Umgang mit der Erkrankung sowie der Erhalt der körperlichen und sozialen Funktionen und der Ausbau der Stresstoleranz. „Im Kern wollen wir so am Ende einen mündigen Patienten aus der stationären Behandlung entlassen können, der mit Blick auf seine seelische und körperliche Gesundheit gut organisiert ist und der auch weiterbehandelnden Ärzten gegebenüber klar auftreten kann“, sagt der Chefarzt der Abteilung Allgemeine Psychiatrie.

Einen kleinen Beitrag zu diesem Erfolg werden künftig auch die DAK-Kunstwerke leisten. „Mit den Bildern wollen wir Besuchern und Patienten der neuen Station für Vehaltensmedizin eine Freude bereiten“, sagt Olaf Reen von der DAK-Gesundheit: „Ich bin sicher, dass die farbenfrohen Motive Zuversicht ausstrahlen und so zur Gesundung beitragen.“

Im Rahmen der Übergabe waren sich beide Seiten zudem einig, dass man die gute Zusammenarbeit zwischen den LWL-Gesundheitseinrichtungen im Kreis Soest und der Krankenkasse, die seit Jahren unter anderem im Bereich der betrieblichen Gesundheitsförderung besteht, weiter festigen möchte. So ist angedacht, einen weiteren Teil der Blumenbilder im kommenden Jahr in der Warsteiner LWL-Tagesklinik auszustellen. Darüber hinaus soll in Kürze auch die LWL-Klinik Lippstadt einige Bilder für ihre Stationen erhalten.