Vertreter von Rettungsdiensten, zuständigen Behörden und LWL-Kliniken treffen sich zum informativen Austausch

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Wollen das Krisenmanagement für die LWL-Einrichtungen im Kreis Soest optimieren: Vertreter von Polizei, Feuerwehr, Rettungsleitstelle und Ordnungsamt sowie der LWL-Kliniken Lippstadt und Warstein trafen sich zum informativen Austausch. Foto: lwl/Brinkmann

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Wie lässt sich die Zusammenarbeit im Ernstfall noch optimieren? – Wenn Rettungskräfte zu Einsätzen an den LWL-Einrichtungen im Kreis Soest gerufen werden, fehlt für wohl überlegte Planung und Organisation meist die Zeit. Binnen Sekunden müssen in Krisensituationen Entscheidungen getroffen werden. Daher folgten jetzt Vertreter von Polizei, Feuerwehr, der Rettungsleitstelle des Kreises sowie dem Ordnungsamt der Stadt Lippstadt einer Einladung der Kliniken Lippstadt und Warstein im Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) zum informativen Austausch.

„Um im Sinne der Patientinnen und Patienten miteinander zu funktionieren, bedarf es eines gegenseitigen Verständnisses“, betonte Pflegedirektor Magnus Eggers, der die Gäste in der Benninghauser Klinik willkommen hieß. „Wir möchten Ihnen die Möglichkeit bieten, Fragen zu stellen und mit uns gemeinsam nach Problemlösungen zu suchen.“ Dr. Rüdiger Holzbach, Chefarzt der Abteilung Suchtmedizin, stellte die Einrichtungen des Regionalen Netzes des LWL im Kreis Soest mit ihren verschiedenen Versorgungsaufträgen und Strukturen vor, dem neben den Kliniken auch die LWL-Pflegezentren und LWL-Wohnverbünde Lippstadt und Warstein sowie das LWL-Zentrum für Forensische Psychiatrie Lippstadt angehören. Des Weiteren informierte er über bestimmte Krankheitsbilder.

In Gesprächsgruppen hielten die Teilnehmer unter anderem Rückschau auf bisherige Einsätze und berichteten von ihren Erfahrungen. Dabei kamen positive Aspekte ebenso zur Sprache wie noch bestehende Problemstellungen. So wurde zum Beispiel eine klare Regelung der Zuständigkeiten auf beiden Seiten gewünscht und überlegt, wie die Zahl der Fehlalarme reduziert werden könne. Bei einer Stationsbegehung erhielten die Besucher Informationen zu Arbeitsabläufen, zum Bespiel bei Notfallaufnahmen, und konnten Patientenzimmer sowie Funktionsräume in Augenschein nehmen.

Beide Seiten werteten die Gespräche als gewinnbringend. Bereits 2012 hatte ein ähnliches Treffen mit Vertretern der Kreispolizeibehörde Soest am LWL-Standort Warstein stattgefunden. „Wir würden uns freuen, wenn künftig ein regelmäßiger Austausch erfolgt, um das Krisenmanagement weiter zu optimieren und zu professionalisieren“, sagte Eggers abschließend.