LWL-Wohnverbund eröffnet nach Renovierung das Haus E28 neu

Umbau LWL-Wohnverbund Lippstadt

Janine Rottler-Nourbakhsch, Leiterin des LWL-Wohnverbunds Lippstadt (3.v.r.), überreichte den Bewohnern zum Einzug in das Haus E28 Brot und Salz. Mit dabei: Michael Pavlicic, stellvertretender Vorsitzender der Landschaftsversammlung Westfalen-Lippe (r.), Wohngruppenleiter Stefan Schneider (3.v.l.) sowie Hans-Joachim Kayser (2.v.r.) und Udo Müller (l.), Mitglieder des Gesundheits- und Krankenhausausschusses in der Landschaftsversammlung Westfalen-Lippe. Foto: LWL/Schulte-Nölle

Nach 14-monatiger Umbauphase ist das Gebäude E28 des Wohnverbunds Lippstadt im Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) nun feierlich eröffnet worden. Nach der Kernsanierung bietet die denkmalgeschützte Villa aus dem Jahr 1910 nun maximal 24 Bewohnerinnen und Bewohnern ein hochmodernes und alltagsnahes Lebensumfeld, das den gesetzlichen Vorgaben des Wohn- und Teilhabegesetzes (WTG) des Landes Nordrhein-Westfalen entspricht.

So stehen den Bewohnerinnen und Bewohnern behindertengerechte, teils auch rollstuhlgerechte Einzelzimmer zur Verfügung, wobei sich maximal zwei Bewohner ein Duschbad teilen. Die Betreuung über ein multiprofessionelles Team aus Erziehern, Krankenpflegern und Krankenpflegehelfern erfolgt in kleinen Wohneinheiten von drei bis sechs Klienten. Jede Wohngruppe verfügt über eine eigene Küche und einen Aufenthaltsraum, der Platz für gemeinsame Aktivitäten bietet.

„Die überschaubare Größe und die Ausstattung der jeweiligen Wohneinheiten ermöglichen es uns, das Leben für unsere Bewohnerinnen und Bewohner ganz nah am normalen Wohncharakter zu gestalten“, sagt Wohnverbundsleiterin Janine Rottler-Nourbakhsch. Raumangebot und -aufteilung bieten dabei nicht nur maximales Maß an Privatsphäre, sondern fördern zugleich die Selbstbestimmung der Bewohnerinnen und Bewohner. Dazu trägt nicht zuletzt das neue Klingel-System bei, mit dem sich Besucher künftig an der Haustür gezielt in einer Wohngruppe anmelden können – „eben genau so, wie wir es auch von uns Zuhause kennen“, so Rottler-Nourbakhsch.

Das Gebäude E28 befindet sich in zentraler Lage im Lippstädter Ortsteil Eickelborn. Die Bewohnerinnen und Bewohner können die Haltestellen des öffentlichen Personennahverkehrs sowie einen Lebensmittelmarkt fußläufig in wenigen Minuten erreichen.

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Bereicherte das Rahmenprogramm zur Wiedereröffnung des Gebäudes E28 mit einer mitreißenden Showeinlage: Der „Traum-Circus“ des LWL-Wohnverbunds Marsberg. Foto: LWL/Schulte-Nölle

Die Umbaumaßnahmen erfolgten im Zeitraum September 2012 bis Oktober 2013 mit einem Kostenvolumen von insgesamt 1,9 Millionen Euro. „Die Herrichtung des Hauses E28 als Wohnheim der stationären Eingliederungshilfe ist ein weiterer Meilenstein der konzeptuellen und gebäudestrukturellen Weiterentwicklung des LWL-Wohnverbunds Lippstadt“, hebt der Kaufmännische Direktor Helmut S. Ullrich hervor. Ziel ist es, bis 2018 das stationäre Betreuungsangebot schrittweise zugunsten einer ambulanten, wohnortnahen Versorgung abzubauen und die verbleibenden stationären Plätze gemäß den WTG-Vorgaben moderner und bedarfsgerechter zu gestalten.

Hintergrund
Der LWL-Wohnverbund Lippstadt ist eine Einrichtung der Eingliederungshilfe. Auf der Grundlage des Sozialgesetzbuchs Zwölftes Buch (SGB XII) bietet er stationäre (offene und intensiv betreute Wohngruppen sowie Außenwohngruppen), teilstationäre und ambulante (Ambulant betreutes Wohnen, Betreutes Wohnen in der Familie) Angebote für Menschen mit einer geistigen Behinderung, einer psychischen Behinderung, oder einer psychischen Behinderung in Kombination mit einer Suchterkrankung (Doppeldiagnosen) an. Ziel ist es, den Bewohnerinnen und Bewohnern zu helfen, mehr Verantwortung für sich selbst zu übernehmen und mehr Selbstständigkeit zu erlangen. Die Betreuungsphilosophie orientiert sich dabei an den individuellen Möglichkeiten.