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Die Risiken von Schlafmitteln

Schlafmittel und Beruhigungsmittel bei Langzeitgebrauchapotheken-umschauDie Zeit dehnt sich wie Kaugummi. Einfach entspannen, bitte. Rechte Seite. Linke Seite. Oder doch besser auf dem Rücken? Vielleicht das Fenster öffnen? Dunkelheit füllt nicht nur den Raum. Sie dringt auch Stück für Stück in die Gedanken, die kein Ende finden. Bis der Morgen graut.

Wer längere Zeit nicht schlafen kann, leidet. Und kennt wahrscheinlich die vielen Tipps zu Schlafhygiene, abendlichen Ritualen, Entspannungsverfahren und Bewegungsanreizen. Aber findet womöglich trotzdem keine Ruhe. In solchen Situationen können verschreibungspflichtige Schlaftabletten helfen.

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Wenig Wirkung, schwere Folgen: Immer mehr Doping bei der Arbeit

drug-621843_640 Wenig Wirkung, schwere Folgen: Immer mehr Doping bei der Arbeit - Der DAK-Gesundheitsreport zeigt gravierende Zahlen.westdeutsche-zeitungSchnell noch eine Pille einwerfen und dann den Auftrag erledigen? Das ist der Arbeitsalltag für Zehntausende Menschen auch in Nordrhein-Westfalen. Doping am Arbeitsplatz ist zwar noch kein Massenphänomen, doch die Zahlen steigen.

Häufig werden laut DAK Betablocker, Antidepressiva, Wachmacher und ADHS-Pillen eingesetzt. Beschäftigte griffen zu diesen Mitteln, weil sie sich durch hohen Leistungsdruck und Stress überfordert fühlten. Aber Gesundheitsexperten warnen: „Nimmt man zu viele aufputschende Mittel, dann streikt irgendwann der Körper“, sagt Rüdiger Holzbach, Chefarzt der Abteilung Suchtmedizin in den Kliniken Warstein und Lippstadt des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL). Außerdem limitiere sich die Wirkung: „Aus dem Körper kann man damit noch ein bisschen rausquetschen, aber je häufiger man es nutzt, desto stärker lässt die Wirkung nach.“

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Die Story (WDR): Deutschland auf Droge – Interview mit Dr. Rüdiger Holzbach – Benzodiazepine

WDR_Fernsehen_2013.svgValium, Tavor & Co. Schon kurz nach der Entdeckung der Tranquilizer vor 50 Jahren besingen die Rolling Stones „Mother’s little helper.“ Eingesetzt bei Ängsten und Schlaflosigkeit werden die hochwirksamen Medikamente als Wundermittel gefeiert. Doch schon bald weiß man: Sie sind Segen und Fluch zugleich – denn die Beruhigungsmittel machen schnell süchtig. Die Story berichtet über die alltägliche Verordnungspraxis von Schlafmitteln mit dem Wirkstoff Benzodiazepin.

Informationen zur Abteilung Suchtmedizin in der LWL-Klinik Lippstadt und der LWL-Klinik Warstein. Ebenfalls haben wir in der Reihe „Der Suchtdoktor“ in der Ausgabe 9 „Das hat mir niemand gesagt… Langzeitgebrauch von Schlaf- und Beruhigungsmitteln“ ausführliche Informationen zusammengestellt.

W wie Wissen – ARD – Schlaflos in Deutschland

ardMillionen Deutsche leiden an Schlafstörungen. Selbst Menschen, die gesund sind und sich bisher nie durch die Nacht quälen mussten, trifft es aus heiterem Himmel: Sie können nicht mehr durchschlafen. Das geht auf die Gesundheit – aber was tun? Der Griff zu Medikamenten ist auf Dauer keine Lösung. In Schlaf-Seminaren sollen Betroffene lernen, wieder gesund zu schlafen. „W wie Wissen“ hat zwei Teilnehmer begleitet – und zeigt, was gegen Schlafstörungen hilft.

Direkter Link zum Interview mit Dr. Rüdiger Holzbach.

„60 Jahre Benzodiazepine – Wunderbar und auch gefährlich“