Schlagwort-Archive: Euthanasie

Familie von Euthanasie-Opfer zu Besuch in Warstein

Giulia Turek, Ur-Großenkelin eines Euthanasieopfers aus Warstein, spielte ein Trompetensolo.

Vier Frauen aus drei verschiedenen Generationen kehren an den Ort ihrer Wurzeln zurück. Und das Einzige, was ihnen von ihrer gemeinsamen Vorfahrin bleibt, ist eine Geburtsurkunde und ein weißlich leuchtender Name auf einer Gedenktafel: Zum zweiten Mal nehmen Inge Medau, Gabriela Macagnino, Christina Medau-Turek und Giulia Turek an der kleinen Feierstunde zum Gedenken an die Euthanasie-Opfer teil.

„Ich bin wirklich dankbar für die ganzen hilfsbereiten Menschen hier, die mir auf meiner Spurensuche geholfen haben“, so die Enkelin des Euthanasie-Opfers. Mit Helmut Monzlinger vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe der LWL-Kliniken Lippstadt und Warstein sowie Dr. Ernst Grafe sei sie auf geschichts- und ortskundige Menschen getroffen, Monzlinger begleitete sie dann auch zum ersten Mal in die Treise-Kapelle. „Das war ganz komisch, es stehen so viele Menschen auf der Gedenktafel im Inneren der Kapelle. Aber es war, als hätte mich Emmas Name wie ein Magnet angezogen – ich bin automatisch darauf zugegangen“, zeigte sich Gabriela Macagnino noch immer etwas aufgewühlt von diesem Erlebnis, „und auch wenn die Geschichte so traurig ist, habe ich mich seit meinem ersten Besuch hier direkt wohl gefühlt.“

Lesen Sie den ganzen Beitrag von Elisa Sobkowiak.

Lebensgeschichten gegen das Vergessen

rundschau1575 – so viele Menschen wurden in den Jahren 1941 bis 1943 aus der Heil- und Pflegeanstalt auf dem heutigen LWL-Gelände deportiert, fielen schutzlos den grausamen Holocaust-Verbrechen zum Opfer. Eine große Zahl, die dennoch nicht wirklich berühren kann, weil sie anonym ist, kaum greifbar oder gar vorstellbar.

„Namen und Lebensgeschichten berühren hingegen schon. Da läuft mir jedes Mal ein kleiner Schauer über den Rücken, wenn wir mehr über personalisierte Schicksale erfahren“, zeigte sich Bürgermeister Thomas Schöne auf der alljährlichen Gedenkfeier an der Treise-Kapelle betroffen. Er selbst habe nun für eines der Opfer eine Patenschaft übernommen. Für einen der hell leuchtenden Namen auf der Gedenktafel in der kleinen Kapelle der LWL-Einrichtungen.

Informationen zum Film „Neben im August“, der sich mit der Thematik auseinander setzt. Er wurde u.a. beim LWL in Warstein gedreht.

Lesen Sie den ganzen Beitrag von Elisa Sobkowiak in der Westfälischen Rundschau.

Demnächst im Kino: Nebel im August – Euthanasie

soester-anzeigerSeit Montag laufen die letzten Pressevorführungen, am Donnerstag, 29. September, ist dann der offizielle Kinostart für „Nebel im August“. Auch in Lippstadt wird der 127-minütige Film dann gezeigt. „Es dürfte hier ein erhöhtes lokales Interesse geben“, so Marina Herberg vom Cineplex, da ein Großteil des Films in der LWL-Klinik in Warstein sowie im Kloster in Mülheim gedreht wurde und viele lokale Komparsen mitgewirkt haben.

Trailer und Film-Kritik von Robert Hofmann

Altersfreigabe: 12 Jahre

Opfern der Euthanasie die Menschenwürde zurückgeben

treise-kapelle - Gedenken an die Eutanasie-OpferrundschauIn Erinnerung gebracht werden die Menschen, die in der Zeit des Nationalsozialismus im Rahmen der Euthanasie deportiert und ermordet wurden, in jedem Jahr an der Treisekapelle auf dem Gelände der LWL-Klinik. Gastredner war in diesem Jahr Autor Robert Domes.

Autor Robert Domes erinnert an die Euthanasie-Opfer

Robert Domes

Kein Opfer ist je vergessen – in Erinnerung gebracht werden die Menschen, die in der Zeit des Nationalsozialismus im Rahmen der Euthanasie deportiert und ermordet wurden, in jedem Jahr an der Treisekapelle auf dem Gelände der LWL-Klinik. „Es geht darum, die Opfer zu ehren und ihnen ihre Würde zurückzugeben“, betonte Robert Domes, Autor des Romans „Nebel im August“, der bei der 31. Gedenkfeier nachdenkenswerte Worte sprach. „Erinnern heißt nichts anderes als lernen.“ Man erinnere sich an die Fehler von gestern, damit man heute nicht die gleichen Fehler machen würde.

Lesen Sie den ganzen Betrag von Tanja Frohne in der Westfälischen Rundschau.

Einladung zur Gedenkfeier der Euthanasieopfer

Einladung zur Gedenkfeier der EuthanasieopferLiebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
sehr geehrte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter!

„Denn gerade die Menschen, die nicht funktionieren – die Unpassenden, die Behinderten und Außenseiter – bringen uns zum Nachdenken über die Grundwerte unseres Daseins. Sie machen unser Leben reicher, bunter und menschlicher.“

Robert Domes
Nachwort zu „Nebel im August“

Im Jahr der Dreharbeiten zur Verfilmung des Buches „Nebel im August“ möchten wir (zum 31. Mal) der Warsteiner Euthanasieopfer gedenken. Sie sind und bleiben es wert!

Hierzu laden wir Sie daher alle ein für den Totensonntag, 22. November 2015, um 11.15 Uhr an der Treise-Kapelle der LWL-Einrichtungen Warstein.

Info-Flyer als PDF-Dokument.

Zeitzeuge einer Reise in den Tod

Prellbocksoester-anzeigerwestfalenpost„Wer kann von sich schon sagen, mal ein Denkmal gebaut zu haben?“ Ayhan Aygün kann es. Und er ist stolz darauf. Gestern unterstützte der Reha-Patient in der LWL-Klinik das Team des Heimatvereins Suttrop um den Ehrenvorsitzenden Albert Weber und Ortsheimatpfleger Berni Meyer beim letzten Arbeitseinsatz an dem umgesetzten Prellbock, der hinter dem Maschinenhaus in Vergessenheit geraten war, nun aber an exponierter Stelle als erhaltener Zeitzeuge an den Abtransport von 1576 Patientinnen und Patienten in Gaskammern während des NS-Regimes erinnern soll.

Lesen Sie den ganzen Beitrag von Christian Clewing, Soester Anzeiger.
Lesen Sie einen weiteren Beitrag zum Thema von Anna Gemünd, Westfalenpost
.

Weitere Informationen in unserem hauseigenen Museum!

Dreharbeiten zum Film „Nebel im August“ haben in Warstein begonnen

videographer-698667_640 Dreharbeiten zum Film "Nebel im August"derwesten-logo-kleinAuch die Zusammenarbeit mit der Stadt und dem LWL bezeichnen Regisseur Kai Wessel und Produzent Ulrich Limmerals „vorbildlich“. In diesem Zusammenhang lobt Limmer auch die LWL-Klinikleitung um Dr. Josef Leßmann: „Von dort erhalten wir große Unterstützung. Ich bin beeindruckt, wie offen und verantwortungsvoll man auch mit der eigenen Rolle umgeht, die die Klinik während der Nazi-Zeit gehabt hat.

Vergangenheit wird auf LWL-Gelände lebendig – Casting im Festsaal der LWL-Klinik

videographer-698667_640 Nebel im Augustderwesten-logo-kleinIn Scharen strömten kleine und große, junge soester-anzeigerund alte sowie Menschen mit und ohne Handicap am logo_hellweg_radioWochenende in den Festsaal der LWL-Gesundheitseinrichtungen in Warstein. Das Casting zur Akquise vderwesten-logo-kleinon Komparsen und Kleindarstellern für den historischen Kinofilm „Nebel im August“ stieß auf regen Zuspruch und weckte nicht nur bei zahlreichen Bürgern aus dem Stadtgebiet, sondern auch „Schauspiel-Willigen“ aus dem gesamten Kreis und aus Regionen des Hochsauerlandes Interesse.

Nebel im August – Buch von Robert Domes

Vorlage für den Film von Kai Wessel ist das Buch von Robert Domes, der die Lebensgeschichte des Ernst Lossa verewigt hat. Es geht dabei um ein immer noch recht wenig bekanntes Kapitel der NS-Vergangenheit, die Euthanasie in psychiatrischen Einrichtungen. Dieses wird in diesem Film wieder lebendig. In Warstein wird der Opfer jedes Jahr am Totensonntag gedacht.

Erinnern als Lernen aus der Geschichte

derwesten-logo-klein141123gedenkfeierDas Wetter war strahlend schön – der Anlass dagegen nicht: Zur Gedenkfeier für die Opfer der Euthanasie in der heimischen Klinik kamen gestern Bürger aus allen Ortsteilen zur Treise-Kapelle auf dem LWL-Klinik-Gelände. Das kleine Gotteshaus wurde für eine Stunde zu einem „Lernort“: Lernen, nicht zu vergessen.

Lesen Sie den ganzen Beitrag von Anna Gemünd auf DerWesten.de

Einladung zur Gedenkfeier anlässlich des nationalsozialistischen Euthanasieprogramms

prellbockLiebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, sehr geehrte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter!

Es gibt ihn noch: Den Prellbock am Ende / Anfang des Gleises, von dem aus 1941 und 1943 die Züge unsere Patienten in die Vergasungskammern (überwiegend nach Hadamar) brachten.

Seit nunmehr 30 Jahren erinnern wir regelmäßig daran und gedenken der Opfer dieser Barbarei. Lassen Sie uns auch in diesem Jahr sinnbildlich „Prellbock“ sein gegen Ausgrenzung, Missachtung und Wegschauen; aber für Erinnern, Hinweisen und Mahnen!

Hierzu laden wir Sie daher alle ein für den

Totensonntag, 23. November 2014, um 11.15 Uhr

an der Treise-Kapelle der LWL-Einrichtungen.

Weitere Details