Schülerinnen des Börde-Berufskollegs Soest sammeln Erfahrungen bei Sport-Projekt im LWL-Wohnverbund Lippstadt

Schülerinnen des Börde-Berufskolleg Soest gemeinsam mit den Bewohnern.

Hatten beim gemeinsamen Kegeln viel Spaß: Regina Schulte, Bettina Ademmer, Christina Schweisshelm, Klaudia Klimczak, Siggi Ebisch (vorne, von links), Alexandra Stemmer, Helmut Glennewinkel, Petra Herold, Clemens Jackenkroll, Ralf Scheuer und Jürgen Gajewski (hinten, von links). Foto: lwl/Brinkmann

Viele wertvolle Erfahrungen im Umgang mit Menschen mit Behinderungen haben zwei Schülerinnen des Börde-Berufskollegs Soest gesammelt. Klaudia Klimczak und Christina Schweisshelm haben beim LWL-Wohnverbund Lippstadt ein besonderes Projekt initiiert und umgesetzt: Zwei Monate lang brachten sie einer Gruppe von Bewohnerinnen und Bewohnern der Einrichtung des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) verschiedene Sportarten näher. Von Bewegungen mit dem Schwungtuch über Hockey und Fußball bis hin zum Schwimmen reichte das Angebot, bei dem auch die Entspannung nicht zu kurz kommen durfte.

Ein handlungsorientiertes Projekt umzusetzen, lautete die Vorgabe des Lehrplans bei der Ausbildung in der Heilerziehungspflege am Börde-Berufskolleg. „Da wir schon bei Festen des LWL-Wohnverbunds Lippstadt mitgeholfen haben, bestand bereits Kontakt zu der Einrichtung. Jetzt haben wir uns gedacht: Sport tut immer gut – auch den Bewohnerinnen und Bewohnern. Und durch die Sporthalle und das Snoezel-Zentrum lagen in Benninghausen optimale Bedingungen vor, um unser Projekt durchzuführen“, beschreibt Klaudia Klimczak. Allein eine Schwimmhalle fehlte, so dass es einmal ins „Nass“ nach Neheim-Hüsten ging. „Das war ein toller Ausflug und für die Bewohner das absolute Highlight“, erzählt Christina Schweisshelm. Jedes Angebot nahm mit einer Reflexion in gemütlicher Runde seinen Ausklang.

Erste Schwierigkeiten, die Bewohnergruppe zu motivieren, waren spätestens beim zweiten Treffen überwunden, berichten die beiden Schülerinnen. „Allerdings war schon eine gewisse Flexibilität gefragt, wenn sich bei der Arbeit mit Menschen mit Behinderungen nicht immer alles so umsetzen ließ, wie wir es geplant hatten“, so Klaudia Klimczak. „Es war aber gut, solche Erfahrungen zu machen, wie sie ja später im Berufsleben auch immer auftreten können.“ Unterstützt wurden die Schülerinnen von Alexandra Stemmer, Mitarbeiterin der Wohngruppe B33, und Regina Schulte vom Fachdienst Sport. „Dafür wollen wir uns ganz herzlich bedanken“, sagt Christina Schweisshelm, „ebenso wie auch bei mehreren Sponsoren, die uns mit Knabbereien, Getränken oder auch finanziell unterstützt haben: dem Ingenieurbüro Becker, Getränke Korte, Akustik und Trockenbau Döpper und Sohn, dem Freizeitbad ‚Nass’ und nicht zuletzt beim BVB, der uns T-Shirts in den Vereinsfarben zur Verfügung gestellt hat.“

Mit einem fröhlichen Kegel-Nachmittag, an dem auch ihre Lehrerin Bettina Ademmer teilnahm,  ging das zweimonatige Projekt nun zu Ende. Als besondere Überraschung wurde allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern zum Abschluss eine Medaille überreicht. „Wir haben viele schöne Erfahrungen gemacht und wissen nun, dass wir uns mit der Heilerziehungspflege für die richtige Ausbildung entschieden haben“, so das Fazit der beiden Schülerinnen.