Ruheständler der LWL-Einrichtungen am Standort Lippstadt erleben informativen Nachmittag

2013-09-19_pensionaere-lp_medien

128 ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der LWL-Klinik, des LWL-Pflegezentrums, LWL-Wohnverbunds und des LWL-Zentrums für Forensische Psychiatrie Lippstadt informierten sich jetzt gemeinsam mit ihren Ehepartnern über die aktuellen Entwicklungen bei ihren alten Arbeitgebern. Foto: LWL/Schulte-Nölle

Eine kleine Premiere hat jetzt das Pensionärstreffen der hiesigen Einrichtungen des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) gefeiert. Erstmals kamen ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowohl vom Standort Eickelborn als auch vom Standort Benninghausen sowie aus Geseke zusammen, um gemeinsam einen gemütlichen Nachmittag bei Kaffee und Kuchen zu verbringen und sich dabei über die neuesten Entwicklungen bei ihren alten Arbeitgebern – der LWL-Klinik, dem LWL-Pflegezentrum, LWL-Wohnverbund sowie dem LWL-Zentrum für Forensische Psychiatrie – zu informieren.

„Das ist heute schon etwas Besonderes, denn in der Vergangenheit haben wir sowohl für Benninghausen als auch für Eickelborn und Geseke ein separates Treffen organisiert“, begrüßte Helmut S. Ullrich die 128 Pensionäre und ihre Ehepartner im Festsaal des Eickelborner Sozialzentrums. Anschließend informierte der Kaufmännische Direktor der LWL-Gesundheitseinrichtungen im Kreis Soest über aktuelle Geschehnisse und geplante Projekte am Standort Lippstadt.

Für das LWL-Zentrum für Forensische Psychiatrie von maßgeblicher Bedeutung sei der kürzlich getroffene Konsens zwischen dem Land Nordrhein-Westfalen, dem LWL, der lokalen Politik sowie der Bürgerinitiative „Sicherheit vor Therapie“. Dabei einigte man sich darauf, die maximale Anzahl der stationären Plätze auf 335 zu erhöhen. „Das sind 105 Betten mehr als in der ursprünglichen Zielplanung vorgesehen“, gab Ullrich bekannt. Dies sei unter anderem auch für den örtlichen Arbeitsmarkt ein erfreuliches Signal.

Die Aufstockung der maximalen Bettenzahl ist verbunden mit einem Neubau innerhalb der Zaunanlage. Das geplante Gebäude mit der Bezeichnung E57 wird 69 Patienten Platz bieten. „Die Planungen haben hier allerdings gerade erst begonnen“, so der Kaufmännische Direktor. Bereits abgeschlossen sind dagegen die Umbaumaßnahmen des Gebäudes E05. Wie Ullrich informierte, wurde hier auf Basis der vorhandenen Bausubstanz ein moderner Sicherheits- und Unterbringungsstandard verwirklicht. „In dem im Juli dieses Jahres eingeweihten Gebäude haben wir darüber hinaus einen therapeutischen Rahmen geschaffen, der künftig auch die Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erleichtern wird.“

Für die beiden allgemeinpsychiatrischen Kliniken Lippstadt und Warstein stellt das zu erwartende neue Entgeltsystem in der Psychiatrie (PEPP) eine Herausforderung dar, in die beide Häuser ab 2014 hineinwachsen wollen. Im Zeitraum 2017 bis 2021 wird es dann die sogenannte Konvergenzphase geben, die eine auch real abgestufte Anpassung an die neuen Vergütungssätze bedeuten wird.

Parallel hierzu stellt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe zurzeit auf eine neue Unternehmenssoftware um. In diesem Zusammenhang müssen auch die LWL-Gesundheitseinrichtungen im Kreis Soest ihre betriebs- und finanzwirtschaftlichen Module künftig über das neue Programm laufen lassen, was mit entsprechenden Schulungen für die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einhergeht.

Bewegung auch im LWL-Pflegezentrum Lippstadt: Hier wird ein Teil des Gebäudes 36 am Standort Eickelborn entsprechend der Standards des Wohn- und Teilhabegesetzes (WTG) des Landes Nordrhein-Westfalen umgebaut. Die Maßnahmen fallen dabei relativ gering aus, so der Kaufmännische Direktor: „Lediglich einige Einbettzimmer und Bäder müssen nachgerüstet werden.“ Im Zuge der Bauarbeiten werden zudem die Tagesstruktur und das neue, teilstationäre Betreuungsangebot der Tagespflege (gemäß SGB XI) in den Mitteltrakt des Hauses umziehen.

Abschließend nutzte Helmut S. Ullrich noch den Rahmen der Feierlichkeiten, um den Anwesenden zwei Personalien bekannt zu geben, denn im laufenden Jahr konnten die heimischen LWL-Kliniken und der LWL-Wohnverbund Lippstadt mit Magnus Eggers und Janine Rottler-Nourbakhsch zwei neue Betriebsleitungsmitglieder begrüßen.

Magnus Eggers ist seit April neuer Pflegedirektor der LWL-Kliniken Lippstadt und Warstein. Der 40-jährige Betriebswirt für Sozial- und Gesundheitswesen war zuletzt in der Pflegedirektion des Uniklinikums Köln tätig. Janine Rottler-Nourbakhsch ist seit Anfang des Jahres neue Leiterin des Lippstädter Wohnverbunds. Die 37-jährige Diplom-Sozialpädagogin hat bereits zwei Tagesstätten für Menschen mit einer psychischen Behinderung geleitet und war bis Ende 2012 Sozialplanerin beim Hochsauerlandkreis.