Qualifizierungsbedarf ermitteln und Kompetenzen ausbauen: Erste Schulung zu LWL-weitem Projekt an LWL-Kliniken Lippstadt und Warstein gestartet

Die neuen Beschäftigten der LWL-Kliniken Lippstadt und Warstein erhielten in einer Basisschulung wichtige Informationen zu psychischen Störungen und den LWL als Arbeitgeber (von links): Ruslan Bazelev, Sabine Neumer, Anja Wolff, Miriam Scheffler, Chris Niggemann, Jessica Bogusch-Protzek, Moritz Dicke, Niels-Griffin Weber, Katharina Kocur, Julia Schulte, Larissa Eske und Monika Dicke. Foto: LWL/FWZ Warstein

Die neuen Beschäftigten der LWL-Kliniken Lippstadt und Warstein erhielten in einer Basisschulung wichtige Informationen zu psychischen Störungen und den LWL als Arbeitgeber (von links): Ruslan Bazelev, Sabine Neumer, Anja Wolff, Miriam Scheffler, Chris Niggemann, Jessica Bogusch-Protzek, Moritz Dicke, Niels-Griffin Weber, Katharina Kocur, Julia Schulte, Larissa Eske und Monika Dicke. Foto: LWL/FWZ Warstein

Qualifizierungsbedarf zu ermitteln und Maßnahmen zur Kompetenzentwicklung zu konzipieren sowie im Unternehmen zu verankern – dieses Ziel verfolgt der PsychiatrieVerbund im Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) mit dem Projekt „Kompetenzbasiertes Bildungsmanagement“ (KBBM). Dabei fungieren die LWL-Kliniken Lippstadt und Warstein als Pilot-Krankenhäuser, die Basisschulungen durchführen und bei der Evaluation für ein passgenaues Angebot mitwirken. Die erste Schulung dieser Art, an der neue Beschäftigte verschiedener Berufsgruppen teilnahmen – vom Küchenpersonal über Gesundheits- und Krankenpfleger bis hin zu Psychologen –, ist jetzt zu Ende gegangen.

Die Teilnehmenden haben sich damit auseinander gesetzt, welche psychischen Störungen es gibt, welche Rechtsgrundlagen eine Rolle spielen, wie der Landschaftsverband als ihr Arbeitgeber aufgebaut ist und warum Risiko- und Qualitätsmanagement nicht nur Führungskräfte betreffen. Aus Puzzleteilen wurde ein Organigramm zu den Strukturen des LWL erstellt. Unter anderem bei einem Besuch im Warsteiner Psychiatrie-Museum erhielten die neuen Beschäftigten Einblick in die Historie der Psychiatrie. „Da die Teilnehmenden über einen unterschiedlichen Wissensstand verfügten, wurden insbesondere die interaktiven Anteile hervorgehoben. Spannend waren besonders der Austausch zu den Erwartungen an die Tätigkeit aus unterschiedlichen Blickwinkeln, die vorgetragenen Fallbeispiele und die Übungen zu Gesprächstechniken“, berichtet Monika Stich, die das KBBM-Projekt gemeinsam mit Angelika Heimbrock leitet. Zum Abschluss wurden noch Ideen und Anregungen für weitere Maßnahmen gesammelt.

Fachkräfte sichern

Das KBBM-Projekt ist vergangenes Jahr im Rahmen der Initiative „Fachkräfte sichern“ des Europäischen Sozialfonds (ESF) gestartet. Zu den Zielen gehört es, Leitbild und Kultur des Unternehmens zu vermitteln und die Beschäftigten entsprechend für den Umgang mit Klienten zu sensibilisieren. Geplant sind unterstützende Maßnahmen, abhängig von der Kompetenzausprägung des Einzelnen, beginnend mit Basis- bzw. Fachmodulen.

Im nächsten Schritt werden berufspädagogische Fachleute aus dem LWL-PsychiatrieVerbund in einer Projektarbeitsgruppe die Ergebnisse dieser Schulung sowie der zur Überprüfung des Wissensstands durchgeführten Prä- und Posttests auswerten. Diese sollen dann in die weitere Entwicklung von Qualifizierungsmaßnahmen einfließen.