„Ich habe es immer gerne gemacht“: LWL-Wohnverbund Warstein dankt Bruno Schulte für 38 Jahre engagierte Betreuungsarbeit

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Mechthild Liedtke, stellvertretende Leiterin des LWL-Wohnverbunds Warstein, zollte Bruno Schulte Dank und Anerkennung für die geleistete Betreuungsarbeit.

rundschau38 Jahre sind vergangen, seit Bruno Schulte die erste Vormundschaft für einen Patienten des damaligen Westfälischen Landeskrankenhauses Warstein übernahm. Für wie viele Menschen, die in der Klinik und später dem Wohnverbund Warstein des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) lebten, er in dieser Zeit die gesetzliche Betreuung übernommen hat, kann er nicht genau sagen. Doch fest steht: Im hohen Alter hat der Suttroper jetzt einen Schlussstrich gezogen unter seine langjährige Betreuungsarbeit. Der LWL-Wohnverbund hat seinen 85. Geburtstag zum Anlass genommen, danke zu sagen für die geleistete, wertvolle Unterstützung.

Mechthild Liedtke überbrachte in Vertretung von Doris Gerntke-Ehrenstein, der Leiterin des LWL-Wohnverbunds, herzliche Grüße der Betriebsleitung sowie auch der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, „die Herrn Schulte für die stets hervorragende Zusammenarbeit danken möchten und sich gerne an ihn erinnern“, wie die stellvertretende Leiterin der Einrichtung betonte. „Es ist nicht selbstverständlich, dass jemand über einen so langen Zeitraum Klientinnen und Klienten nicht nur betreut, sondern diese Aufgabe auch mit sehr großem Engagement wahrnimmt“, so Liedtke.

Für Bruno Schulte indes war es selbstverständlich, Verantwortung für Menschen zu übernehmen, die dies, verursacht durch Krankheit oder geistige Behinderung, selbst nicht können. Bis zu zwölf Klienten hat er gleichzeitig betreut. „Mir war es wichtig, jeden von ihnen mindestens einmal im Monat zu besuchen. Zu Weihnachten habe ich allen immer ein kleines Präsent gebracht“, erinnert sich der Senior und fügt augenzwinkernd hinzu: „Als Rentner ist man ja flexibel.“

Diese Flexibilität war ein ums andere Mal gefordert, wenn Not am Mann war. So zum Beispiel an Neujahr 2015: „Ich hatte bis spät in die Nacht Silvester gefeiert, und um 6.30 Uhr ging am Morgen das Telefon, weil ein von mir betreuter Bewohner unruhig geworden war. Da bin ich natürlich hingefahren und habe mich um ihn gekümmert“, berichtete Schulte. „Aber das gehört dazu, wenn man eine solche Aufgabe übernimmt. Und ich habe es immer gerne gemacht.“

Seinen 85. Geburtstag feierte der Suttroper im Kreise seiner Familie sowie seiner Wanderbrüder und einiger Mitglieder des Kirchenchores, in dem er seit beachtlichen 60 Jahren singt. Auch Ortsvorsteher Udo Koerdt zählte zu den Gästen und Gratulanten.