Bewohner des LWL-Wohnverbunds Lippstadt nehmen an bundesweiter Ausstellung „Ermutigung“ teil

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Bewohnerinnen und Bewohner des LWL-Wohnverbunds Lippstadt haben ihre Bilder und Plastiken im Rahmen der Ausstellung „Ermutigung“ in Fürstenwalde präsentiert. Für ihr künstlerisches Schaffen seit 2008 erhielt Andrea Seifert (vorne l.) mit der „Giraffe“ einen von zehn Hauptpreisen. In einer kleinen Feierstunde gratulierten Einrichtungsleiterin Janine Rottler-Nourbakhsch (hinten l.) sowie die Tagestättenmitarbeiterinnen Barbara Schirmer (hinten 2.v.l.) und Cornelia Rink (hinten 5.v.l.) jetzt den Künstlern zu ihrem Erfolg. Foto: LWL/Schulte-Nölle

Erneut haben nun die kreativen Werke der Bewohnerinnen und Bewohner des Wohnverbunds Lippstadt im Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) bundesweit Beachtung gefunden. Im Rahmen der 18. Auflage der Ausstellung „Ermutigung“ der Anerkannten Werkstatt für behinderte Menschen „format gGmbH“ in Fürstenwalde/Spree zeigten 13 Künstler der Tagesstätten B05 in Benninghausen und „Lebensschule“ in Eickelborn Bilder und Plastiken in verschiedenen Techniken. Wiederholt ging dabei mit der „Giraffe“ einer von zehn Hauptpreisen an den Lippstädter Wohnverbund.

Andrea Seifert erhielt das Symbol der „Ermutigung“ für ihr künstlerisches Schaffen in den vergangenen sieben Jahren. Seit 2008 ist die Bewohnerin jedes Jahr mehrfach mit Arbeiten in Fürstenwalde vertreten. In der jüngsten Schau präsentierte die „format gGmbH“ von ihr drei Gemälde in Öltechnik sowie ein Pappmaché-Objekt.

Bereits mehrfach von der Fachjury mit der „Giraffe“ ausgezeichnet wurde Wolfgang Link. Die Arbeiten des Bewohners sind seit den Anfängen der „Ermutigung“ fester Bestandteil der Ausstellungen. In diesem Jahr zeigte er die mit Ölkreide gemalte „Frau in Grün“ und reichte erfolgreich ein weiteres titelloses Kunstobjekt ein. Ebenfalls für zwei Werke mit einer Urkunde gewürdigt wurde Wilhelm Niggemann. Die Bilder „Collage“ und „Black and White“ fertigte er mithilfe einer aufwendigen Mischtechnik.

Zwei weitere Gemälde – eine Aquarellarbeit mit dem Titel „Dame mit Brief“ und die Bleistiftzeichnung „Maria Magdalena“ – stammen von Heidemarie Kasper. Eleonore Meurisse präsentierte den „Mann mit Hut“ und den Öl-auf-Leinwand-Titel „Fenster“.

Unter dem Motto „Wasservogel“ fertigten Klientinnen und Klienten der Tagesstätte B05 darüber hinaus farbenprächtig gestaltete Teich- und Seebewohner für die 18. „Ermutigung“ an. Für die mit Federn, Perlen oder Pfeifenputzern ausstaffierten Tiere aus Kleisterpapier ließen sich die Künstler vom Entenrennen inspirieren, das jährlich im Rahmen des „Lippstädter Frühlings“ ausgetragen wird. Die Plastiken wurden nicht nur mit Urkunden honoriert, sondern fanden zum Teil auch Eingang in den ausstellungsbegleitenden Kunstkatalog oder wurden sogar im Zuge der Schau verkauft. Jeweils einen „Wasservogel“ reichten ein: Thomas Coerdt, Heike Eul, Christiane Heinze, Anita Kempkensteffen, Marcus Speicher, Roswitha Sonntag, Ralf Vernekohl und Meryem Yamac.

Im Rahmen einer Feierstunde würdigte der LWL-Wohnverbund jetzt die Arbeiten und Erfolge der 13 Bewohnerinnen und Bewohner. „Es freut mich immer wieder, dass wir mit der Ausstellung in Fürstenwalde die Möglichkeit haben, Ihre Werke einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren“, lobte Janine Rottler-Nourbakhsch das Engagement der Künstler. Die Einrichtungsleiterin bedankte sich auch bei Barbara Schirmer und Cornelia Rink, die als Mitarbeiterinnen der Tagesstätten B05 beziehungsweise „Lebensschule“ die Schaffensprozesse der Klienten begleiten und unterstützen.