Forensik engagiert gegen häusliche Gewalt: Spende ermöglicht Psychotherapie für betroffene Männer

Spende ans Kreisjugendamt vom LWL-Zentrum für Forensische Psychiatrie

Marianne Schaefer (Mitte) nahm den Scheck entgegen, den die Ärztliche Direktorin Dr. Nahlah Saimeh und Pflegedirektor Bernd Sternberg überreichten. Foto: LWL/Brinkmann

Gegen häusliche Gewalt engagiert sich das LWL-Zentrum für Forensische Psychiatrie Lippstadt auch in diesem Jahr mit einer sachgebundenen Spende. 1200 Euro stellt die Einrichtung des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) dem Kreis Soest zur Verfügung, um eine ambulante Therapie für Männer zu ermöglichen, die häusliche Gewalt ausüben. Am Rande der Eickelborner Fachtagung überreichten die Ärztliche Direktorin Dr. Nahlah Saimeh und Pflegedirektor Bernd Sternberg einen symbolischen Scheck an Marianne Schaefer, Leiterin des Sachgebiets Frühe Hilfen und Kinderschutz beim Kreisjugendamt.

„Wir kommen als Forensische Psychiatrie immer erst dann ins Spiel, wenn psychische Probleme und Gewalttätigkeit individuell so zugenommen haben, dass erhebliche Straftaten begangen wurden. Mit unserer Spende an den Kreis Soest möchten wir zu einer frühzeitigen Vorbeugung beitragen und vor allem auch Männern eine Therapie ermöglichen, die sonst gar nicht forensisch-psychiatrisch behandelt werden würden, weil sie nicht psychisch krank im engeren Sinne sind“, so Bernd Sternberg.

Mit dem Geld wird ein Teil der ambulanten Einzel-Psychotherapie für Männer finanziert, die sich selbst eine solche Behandlung nicht leisten können. Die finanziellen Mittel der Spende stammen aus Einkünften, die das LWL-Zentrum aus dem dort angegliederten Gutachten- und Fortbildungsinstitut bezieht.