Expertenwissen zu Persönlichkeitsstörungen„aus erster Hand“: Prof. Dr. Rainer Sachse als Dozent am LWL-Fort- und Weiterbildungszentrum Warstein verabschiedet

Monika Stich, Leiterin des LWL-Fort- und Weiterbildungszentrums in Warstein, bedankte sich bei Prof. Dr. Rainer Sachse für die langjährige Zusammenarbeit. Foto: FWZ Warstein

Monika Stich, Leiterin des LWL-Fort- und Weiterbildungszentrums in Warstein, bedankte sich bei Prof. Dr. Rainer Sachse für die langjährige Zusammenarbeit. Foto: FWZ Warstein

Er zählt deutschlandweit zu den versiertesten Experten für Persönlichkeitsstörungen: Prof. Dr. Rainer Sachse ist Professor für klinische Psychologie an der Ruhr-Universität Bochum, vermittelte sein Fachwissen aber auch regelmäßig bei Seminaren des Fort- und Weiterbildungszentrums (FWZ) der LWL-Kliniken Lippstadt und Warstein. Darüber hinaus bereicherte er als Referent das Warsteiner Psychotherapie-Symposion immer wieder mit seinem Expertenwissen, insbesondere zum Thema „Narzisstische Persönlichkeitsstörungen“. Doch der bekannte Buchautor und Leiter des Bochumer Instituts für Psychologische Psychotherapie hat sich dazu entschlossen, beruflich kürzer zu treten. Zum Abschluss des letzten „Sachse-Seminars“ am Bildungsinstitut des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) hat Leiterin Monika Stich den langjährigen Dozenten jetzt verabschiedet.

„Wir wissen sehr zu schätzen, dass Sie als anerkannter Experte ihr Fachwissen aus erster Hand auf eine so sympathische und wertschätzende Art an unsere Teilnehmenden weiter gegeben haben. Wie es gelingen kann, Menschen mit Persönlichkeitsstörungen zu verstehen und damit einen Zugang zu ihnen zu finden, das haben Sie hervorragend und sehr hilfereich aufgezeigt“, sagte Stich und bedankte sich persönlich für „die stets unkomplizierte Zusammenarbeit“.

Bekannt wurde Sachse vor allem durch seine Forschungen auf dem Gebiet der Psychotherapie und der therapeutischen Beziehungsgestaltung, aber auch als Autor scheinbar paradox betitelter Ratgeber wie „Schwarz ärgern, aber richtig“. So hat er das Modell der „Doppelten Handlungsregulation“ entwickelt, das die Entstehung von Persönlichkeitsstörungen erklärt und verdeutlicht, wodurch sich Strategien für den Umgang und die Behandlung ergeben.

„Viele Fachleute, die mit Betroffenen arbeiten, stoßen oft auf Grenzen und besondere Herausforderungen. Die Palette der Störungsbilder umfasst nicht nur Borderline- und narzisstische Persönlichkeitsstörungen, sondern ist weitaus vielschichtiger und bedarf eines tiefergehenden Verständnisses“, erläutert Stich. In seinen Seminaren stelle Sachse die Grundmuster der verschiedenen Persönlichkeitsstörungen vor, um somit ein besseres Verstehen von Denken, Fühlen und Handeln der Klienten zu ermöglichen, und zeige Möglichkeiten konkreter Hilfestellungen auf. So war der Bochumer Wissenschaftler in enger Zusammenarbeit mit der Warsteiner LWL-Klinik auch in der Weiterbildung angehender psychologischer Psychotherapeuten aktiv.

Zum Abschied verlieh Monika Stich ihrer Hoffnung Ausdruck, Prof. Sachse noch einmal für einen Beitrag zu einem Warsteiner Psychotherapie-Symposion gewinnen zu dürfen. Für die Nachfolge in den FWZ-Seminaren zu den Themen „Narzisstische Persönlichkeitsstörung“, „Dependente  Persönlichkeitsstörung“,  und „Distanzstörungen“ werde indes gesorgt: Das FWZ befinde sich bereits in engerer Abstimmung mit einer renommierten Diplom-Psychologin und Psychologischen Psychotherapeutin.