„Kompetenznetz Psychiatrie“ wappnet Beschäftigte der LWL-Kliniken gegen sich verändernde Rahmenbedingungen

Europäischen Sozialfonds (ESF)

Monika Stich (vorne, links) und Alexa Krause übergaben die im Rahmen des Teilprojekts „Kompetenznetz Psychiatrie“ erstellten Dokumente an die Betriebsleitung der LWL-Kliniken: Pflegedirektor Magnus Eggers, den Ärztlichen Direktor Dr. Josef Leßmann und den Kaufmännischen Direktor Helmut Bauer (hinten, von links). Foto: LWL/Susanne Schulte-Nölle

derwesten-logo-kleinDamit die Beschäftigten sich verändernden Rahmenbedingungen mit Mut begegnen können, ist an den LWL-Kliniken Lippstadt und Warstein das „Kompetenznetz Psychiatrie“ gestartet. Im Rahmen der Initiative „weiter bilden“ wird dieses Teilprojekt unter anderem mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert. Ziel ist es, den Beschäftigten der psychiatrischen Kliniken des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) durch lebenslanges Lernen zu ermöglichen, im Berufsleben Schritt zu halten.

Zunächst wurde der individuelle Bedarf an Fortbildungsmaßnahmen an den LWL-Kliniken erfasst, damit auf dieser Grundlage gezielt Fort- und Weiterbildungen angeboten werden können. Entstanden ist ein übergreifender Kompetenzkatalog für alle Berufsgruppen. Darüber hinaus wurden ausführliche Qualifizierungsprofile für den medizinisch-therapeutischen Dienst sowie für den Pflegedienst erstellt und ein Leitfaden für die Durchführung der Qualifizierungsbedarfsanalyse entwickelt. Diesen Leitfaden sowie die Qualifizierungsprofile haben Teilprojektleiterin Monika Stich und Teilprojektkoordinatorin Alexa Krause jetzt der Klinik-Betriebsleitung übergeben.

„Die Qualifizierungsprofile ermöglichen es unter anderem, gezielt Fachkräfte zu finden, die für die strategische Ausrichtung der Kliniken wichtig sind. Zudem ist es möglich, einen speziellen Qua­lifizierungsbedarf frühzeitig zu erkennen und gleich einen Qualifizierungsplan zu ver­einbaren“, erläuterte Monika Stich. Die verbleibende Zeit, bis das Projekt im November endet, möchten die Projektmitarbeiter nun dazu nutzen, um entwickelte Instrumente wie die Qualifizierungsbedarfs­analyse und erarbeitete Inhalte wie das Qualifizierungsprofil zu verstetigen.

Ein aus dem Teilprojekt entwickeltes Angebot ist zum Beispiel der modulare Lehrgang „Experte/Expertin Krisenbegleitung“, der bereits zweimal erfolgreich angeboten wurde. Der dritte Durchgang startet in Kürze. Anliegen dieser Ausbildung ist es, die Teilnehmer zu befähigen, Menschen in Krisen human, empathisch und fachlich zu begleiten. Dieser Lehrgang stellt ein „Best Practice“-Modell im Rahmen des Gesamtprojekts dar.