Absolventen der „Basisqualifikation Sucht“ überzeugen Fachprüfer mit praxisnahen Projekten

Absolventen der Basisqualifikation Sucht

Die Fachprüferinnen Monika Stich (links) und Ilona Scheidt (2. von rechts) gratulierten den erfolgreichen Absolventen (weiter von links): Olga Ort-Sawitzki (Warstein), Nelli Axt (Warstein), Renata Stoltny (Warstein), Corinna Schubert (Lippstadt), Ramona Köster (Arnsberg), Claudia Schneider (Bad Oeynhausen) und Simon Henschke (Warstein).

Ein Jahr lang nebenberuflich „die Schulbank gedrückt“ haben die Teilnehmenden des Lehrgangs „Basisqualifikation Sucht“ am Fort- und Weiterbildungszentrum der LWL-Kliniken im Kreis Soest. Mit Erfolg: Aus den Händen von Ilona Scheidt, Leiterin des Pflegedienstes der Abteilung Suchtmedizin, und Monika Stich, Leiterin des Bildungsinstituts des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL), konnten sie jetzt ihre Abschlusszertifikate entgegen nehmen.

Wie können Abhängigkeitskranke unterstützt werden, damit keine Rückfälle passieren? Welche Maßnahmen sind nach einem Rückfall sinnvoll, um zukünftig besser mit bestehenden Risiken und schwierigen Situationen umgehen zu können? Wie kann Menschen geholfen werden, die neben ihrer Abhängigkeit noch andere Schwierigkeiten und Herausforderungen zu bewältigen haben? – Diesen und ähnlichen Fragestellungen widmeten sich die Teilnehmenden. In ihren Praxisarbeiten entwickelten sie Konzepte, die hilfreiche Unterstützungsmöglichkeiten und Interventionen wissenschaftsbasiert beschreiben und als Leitfaden, zum Beispiel für die Durchführung von Gruppenangeboten, dienen können.

Übungen zur eigenen Stabilisierung, Bewältigungsstrategien, um Rückfälle zu vermeiden, oder das Training Sozialer Kompetenzen waren Themen, die in den Projektarbeiten praxisnah und gewinnbringend für die Patienten umgesetzt wurden. Auch ein Leitfaden auf Polnisch ist entstanden, der es Klientinnen und Klienten mit dieser Muttersprache ermöglicht, alle relevanten Informationen zu Inhalten und Organisation der Behandlung zu verstehen. Diese Projekte präsentierten die Absolventen im abschließenden Kolloquium den Fachprüferinnen Ilona Scheidt und Monika Stich, bevor sie in Anwesenheit ihrer Vorgesetzten die Zertifikate entgegen nahmen. „Es ist wichtig, professionelle Unterstützungsmöglichkeiten für die Klienten zu finden, die wirklich wirksam und den Anforderungen angepasst sind“, betonte Stich. Ilona Scheidt unterstrich die Notwendigkeit, auch weiterhin am Ball zu bleiben und die Umsetzung der Konzepte dort voran zu treiben, wo sie Sinn machen. Sie übermittelte außerdem die Glückwünsche der Klinikleitung, insbesondere des Pflegdirektors Magnus Eggers.