17 Beschäftigte der LWL-Kliniken Warstein und Lippstadt absolvieren Ausbildungslehrgang „Experten Krisenbegleitung“

Absolventen des Kurses Krisenbegleiter

Zu „Experten Krisenbegleitung“ ausgebildet wurden: Veronika Czech, Sascha Gosselke, Stephanie Henneböhl, Simon Henschke, Winfried Hubbe, Ulrike Kappel, David Lücke, Torsten Mainka, Klaus-Dieter Mattenklott, Thomas Müller, Isabelle Neubert, Matthias Schulte, Ina Schweighöfer, Judit Sosnowsky, Christoph Theyssen, Irina Trumm und Helmut Woitkowski.

Der Umgang mit Klienten, die auf Grund ihrer Krankheit oder besonderer Einflussfaktoren in eine schwierige Situation oder gar Krise geraten, ist immer auch eine Herausforderung an die Profis in der Psychiatrie. Das Rüstzeug dazu haben 17 Beschäftigte der Kliniken des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) im Kreis Soest beim Ausbildungslehrgang „Experten Krisenbegleitung“ erhalten. Am Fort- und Weiterbildungszentrum (FWZ) der psychiatrischen Kliniken haben sie jetzt erfolgreich ihr Abschlusskolloquium absolviert.

Angeleitet von den Referenten Gernot Walter und Nico Oud konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Beispiel erfahren, wie der Kontakt in Krisensituationen aufrecht erhalten werden und ein sowohl wertschätzender als auch hilfreicher Umgang mit den Klienten erfolgen kann. In abschließender Runde haben sie anhand des Phasenmodells ihr Handeln und ihre Lernerfolge reflektiert.

Das Fazit der Absolventen des Lehrgangs fiel durchweg positiv aus: Mehr Mut und Sicherheit in Krisensituationen, das Hinterfragen der eigenen Grundhaltung, das gemeinsame Erarbeiten von Lösungen mit den Patienten oder eine größere Aufmerksamkeit gegenüber deren Bedürfnissen sind nur einige der abschließend formulierten Lernerfolge. Ein Novum beim zweiten FWZ-Lehrgang dieser Art war, dass nicht nur Pflegende teilgenommen haben, sondern auch Angehörige anderer Berufsgruppen, etwa aus dem therapeutischen Dienst und dem Sozialdienst. „Es hat sich gezeigt, dass alle Seiten profitieren, wenn die professionelle Begleitung der Menschen in schwierigen Situationen im Team erfolgt“, freute sich FWZ-Leiterin Monika Stich, die das Schulungskonzept in enger Zusammenarbeit mit den Leitungen des Pflegedienstes und der Betriebsleitung der LWL-Kliniken Lippstadt und Warstein entwickelt hatte.

Ermöglicht wurde der Lehrgang durch das „Kompetenznetz Psychiatrie“ an den beiden Kliniken. Dabei handelt es sich um ein unter anderem von der Europäischen Union gefördertes Teilprojekt der Initiative „weiter bilden“. Ziel ist es, den Mitarbeitern zu ermöglichen, mit den sich stetig verändernden Herausforderungen im Berufsleben Schritt zu halten. Dazu wird zunächst der individuelle Bedarf an einer Fortbildungsmaßnahme erhoben und diese dann entsprechend umgesetzt. Der Lehrgang „Experten Krisenbegleitung“ wurde übrigens als „Bestes Praxis Modell“ innerhalb des Projekts definiert.